archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Radio-Navi-Telefon im Retro-Look kommt im Sommer
Becker »Mexico«: Mehr Funktionen im völlig neuen Design
Der Retro-Look manifestiert sich dabei einerseits in dem schwarz-weißen Nadelstreifen-Design mit Klavierlack an der Front sowie in den für Becker nicht untypischen, hier aber nochmals barocker ausgeführten Drehreglern mit zusätzlichen Schalthebeln links und rechts des Displays. Dieses wiederum basiert auf moderner OLED-Technik, ist aber dank diverser Farbschemata und einer Frequenzanzeige mit dem leuchtend roten "Skalenzeiger" von anno dazumal, der hier freilich elektronisch nachempfunden wird, bemüht, dies nicht allzu deutlich offenbar werden zu lassen.
Der Rest des Gerätes, das technisch weitgehend auf dem Modell "Cascade Pro" basiert, folgt einem ähnlichen Muster: So könnte etwa der elektrisch aufklappende Slot für die Speicherkarte und die Telefon-SIM-Karte oberhalb des Displays im geschlossenen Zustand auch als Kassettenschacht durchgehen; der "Mexico"-Schriftzug in Pinseloptik scheint direkt von damals übernommen. Angenehm ist, dass Becker hier nicht nur auf optische Effekte setzt, sondern auch ernsthaft um Qualität und Haptik bemüht war: Was nach Chrom aussieht, ist auch Chrom, das Gehäuse besteht aus massivem Zinndruckguss, und selbst die Tastendruckpunkte und Rastpunkte der Drehregler sind gegenüber den sonstigen Geräten präziser ausgeführt.
Das Gerät bietet neben Radioempfang und Navigationsfunktionen mit teilweiser 3D-Darstellung auch CD-Wechsler- und iPod-Steuerung, Musikwiedergabe von Speicherkarten (ein CD-Laufwerk ist nicht vorhanden) und Sprachbedienung gleich drei verschiedene Telefon-Integrationen: Das Handy kann per Bluetooth über den "Handsfree"- oder den komfortableren SAP-Standard verbunden werden, womit das Mexico zur vollwertigen Freisprechanlage mutiert. Wird eine SIM-Karte eingelegt, ergibt sich ein eigenes Telefon mit Außenantenne. Über die "BeckerClub"-Website stehen dem Nutzer außerdem ein elektronisches Fahrtenbuch und weitere Funktionen zur Verfügung.
Becker will das neue Mexico voraussichtlich im Juli für etwa 1.500 Euro (UVP) in die Läden bringen. Und weil man es wohl nur sehr lieben oder eher hassen kann, soll es als Nachfolger des jetzigen Mexico zu einem späteren Zeitpunkt ein Gerät namens "Grand Prix" im aktuellen Design und mit abgespecktem Funktionsumfang geben. In den 1960ern hätte man mit den Beatles gesagt: "...a splendid time is guaranteed for all."












