archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Tankstellenkette ab Mai Payback-Partner / 0,5 Cent Rabatt pro Liter
Aral: Payback-Punkte ersetzen Klebemarken
![]() | |
| Neues Bonusprogramm: | Aral |
| Aral führt Payback-Karte ein | |
Für jeweils zwei Liter Kraftstoff soll es einen Punkt geben, sonstige Einkäufe oder Dienstleistungen werden mit einem Punkt pro Euro Umsatz "belohnt". Gleichzeitig soll die "Einlöseschwelle" bei Payback von 1.000 auf dann 200 Punkte sinken. 1 Punkt hat nominell einen Gegenwert von 1 Cent; das Sparpotential beträgt demnach einen halben Cent pro Liter.
Man gewinne mit der Karte ein echtes Alleinstellungsmerkmal, die die führende Position im deutschen Tankstellenmarkt weiter stärken werde, sagte Aral-Vorstandschef Walter Clemens. Er erwarte einen Umsatzzuwachs um vier bis fünf Prozent entsprechend einem Marktanteil-Zuwachs von einem Prozent.
Was nach übertriebenem PR-Getexte klingt, ist möglicherweise gar nicht so weit hergeholt: Rund 30 Millionen Payback-Karten stecken den Angaben zufolge in deutschen Portemonnaies - deutlich mehr als die für sich betrachtet schon unglaublich hohe Zahl von 4,5 Millionen "Clubsmart"-Karten des Dauer-Konkurrenten Shell, der Aral erklärtermaßen den knappen Vorteil von aktuell rund einem Prozentpunkt Marktanteil bis 2008 abknöpfen möchte und dabei nicht zuletzt auf das eigene Kundenbindungsprogramm setzt, das neuerdings auch direkten Tankrabatt statt Sachprämien vorsieht. Weil Payback-Guthaben auch ausgezahlt werden können, wird Shell dies möglicherweise ebenfalls einführen.
Anders als Shell verfügte die BP-Tochter Aral bis dato nicht über ein elektronisch gestütztes, personalisiertes Kundenbindungsprogramm.
Hinter der datenschutzrechtlich umstrittenen Payback-Karte steht die Loyalty Partner GmbH in München; die Payback-Website nennt einen "PAYBACK Rabattverein e.V." als Betreiber. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr 2005 rund 130 Millionen Euro erwirtschaftet und beschäftigt 250 Mitarbeiter. Zu den Partnern zählen unter anderem Apollo-Optik, Europcar, Galeria Kaufhof, HDI Versicherungen, WestLB, OBI, real und WMF. Früher waren auch DEA-Tankstellen Payback-Partner und lösten damit eine Preisschlacht aus; die Kooperation endete mit der DEA-Übernahme durch Shell.












