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Umfangreiches Restrukturierungsprogramm angekündigt / Zentrale wird verlegt
DaimlerChrysler streicht weitere 6.000 Arbeitsplätze
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| "Funktionen optimieren": | Autokiste |
| DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche | |
Im Fokus des neuerlichen Umstrukturierungs- und Sparprogramms stehen Organisationsstrukturen und Prozesse innerhalb des gesamten Unternehmens. Zu den strukturellen Änderungen gehört die Konsolidierung und Integration aller Verwaltungsfunktionen, wie etwa Finanzen und Controlling, Personal und Strategie. Diese Funktionen werden zentralisiert und berichten künftig, über das ganze Unternehmen hinweg, an den jeweiligen Leiter dieser Funktion. Doppelkapazitäten zwischen Konzernebene und operativer Ebene sollen abgebaut und damit wird die Komplexität verringert werden.
Auf Basis dieser neuen Struktur wird DaimlerChrysler die wichtigsten Prozesse zwischen den Geschäftsfeldern entsprechend "best-practice"-Kriterien standardisieren. Laut Zetsche wird die Zusammenarbeit zwischen der Mercedes Car Group und der Chrysler Group deutlich enger werden, wobei es "eine klare Priorität bleiben wird, die Identität unserer Marken weiter zu stärken".
Die Veränderungen betreffen zahlreiche Bereiche, unter anderem Forschung und Entwicklung sowie das Nutzfahrzeuggeschäft, das "Truck Group" heißen und sich auf das Kerngeschäft Lkw fokussieren soll, während Busse und Transporter ("Van, Bus, Others") zum Teil in den Pkw-Bereich eingegliedert werden.
Zusammen mit anderen laufenden Programmen (wie dem "CORE"-Programm in der Mercedes Car Group) sollen die Verwaltungskosten um rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr verringert werden. Die Vorbereitung für die Umsetzung der Maßnahmen beginne sofort, hieß es, insgesamt sind drei Jahre und Kosten von zwei Milliarden Euro eingeplant. In dieser zeit sollen 6.000 Stellen in der Verwaltung entfallen, etwa jeder fünfte Arbeitsplatz; in der Management-Ebene, wo auch Hierarchien abgebaut werden, sogar 30 Prozent aller Mitarbeiter.
Auch der Standort der Zentrale wird sich ändern. Die deutschen Vorstandsmitglieder, die derzeit ihren Sitz in Stuttgart-Möhringen haben, ziehen mit ihren Stäben in das Motoren-Stammwerk von Mercedes-Benz nach Stuttgart-Untertürkheim und damit näher an die Produktion. Das bedeutet, dass die Konzernzentralen zukünftig in Untertürkheim und Auburn Hills, USA, ansässig sein werden. Der Standort in Möhringen bleibe für "einige Servicefunktionen sowie Funktionen, die nicht Verwaltungsfunktionen sind", erhalten, hieß es.












