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Künftig 300 PS und LED-Rückleuchten / Erstmals auch Navi lieferbar
Nissan 350Z: Modellpflege für Coupé und Roadster
Das Leistungsplus geht dabei vor allem auf das Konto eines verkürzten Ansaugkrümmers mit erweitertem Radius, eines besseren Luftfilters, variabler Ventilsteuerzeiten auf der Auslassseite und gewichtsoptimierte Kurbelwelle und Pleuelstange. Parallel zu einem versteiften Motorblock und besseren Kolbenringen wurde die Maximaldrehzahl von 6.600 auf 7.000 angehoben.
Im Zuge des Leistungsplus' leidet das nominelle Drehmoment etwas - es fällt von 363 auf 454 Newtonmeter bei unverändert 4.800 Touren. Gleichzeitig verläuft die Drehmomentkurve nun jedoch gleichmäßiger und bietet in bestimmten Drehzahlregionen sogar mehr Kraft. Die Fahrleistungen profitieren ebenfalls leicht: Nach 5,8 Bzw. 6,3 Sekunden (Roadster) ist Tempo 100 erreicht, das ist jeweils eine Zehntelsekunde weniger als bisher. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt.
Die optischen Änderungen sind eher marginal: An der Front mögen Kenner eine neue Schürze mit einem Kühlergrill entdecken, der nun zwei statt bisher drei Querstreben aufweist. Am auffälligsten sind die jetzt aggressiver herausgearbeiteten Seitenreflektoren. Serienmäßiges Bi-Xenon-Licht sorgt nicht nur für mehr Sicherheit und das, was man "Überholprestige" nennt, sondern auch für eine technisch anmutendere Optik im Stand. Am Heck gibt es nun LED-Technik für die Rückleuchten, genauer gesagt nur für die Bremslichter.
Zu den weiteren Änderungen zählen eine jetzt geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, zwei neue Außenfarben und polierte 18 Zoll-Räder im Fünfstern-Design.
Noch ein Blick ins Interieur: Weichere Materialien für den Instrumententräger und die Mittelkonsole, neue Türverkleidungen (Ledereinsätze in der Version mit "Premium Pack") sowie neue Stoffbezüge für die Sitze der Standard-Version sollen hier einen besseren Qualitätseindruck schaffen, ebenso wie die umgestaltete Mittelkonsole: Die Schalter für Sitzheizung und Warnblinkanlage sind jetzt um den Schalthebel gruppiert, der eine Alu-Einfassung spendiert bekam. Aus Aluminium mit seitlichen schwarzen Noppen sind auch die Kontaktflächen der drei Klima-Drehregler.
Neu sind außerdem ein Verstaunetz für Karten oder Dokumente an der Beifahrerseite des Mitteltunnels, wie man es von Mercedes kennt, geräumigere Türablagen samt beleuchtetem Getränkehalter am vorderen Ende sowie ein zusätzliches Staufach zwischen den Sitzen. Es birgt einen weiteren Getränkehalter und ist mit einem Rollo zu verschließen.
Schließlich und nicht zuletzt bietet Nissan nun auch 350Z-Kunden endlich ein Navigationssystem an, wenn sie zusätzlich das sogenannte "Premium-Pack" ordern. Das DVD-gestützte System mit Birdview-Ansicht entspricht dem im Nissan Pathfinder eingesetzten. Das Coupé erhält außerdem serienmäßig eine Bluetooth-Schnittstelle.
Das Mehr an PS und Ausstattung wird auch bei den Preisen sichtbar, die beim Coupé von 34.900 auf 36.400 Euro und beim Roadster sogar von 36.500 auf 39.050 Euro angehoben wurden. Das "Premium-Pack" berechnet Nissan in beiden Fällen mit 1.400 Euro; es enthält Tempomat, elektrisch einstell- und beheizbare Ledersitze, Soundsystem und CD-Wechsler.
Seit dem US-Verkaufsstart im Jahr 2002 hat Nissan in 95 Ländern eigenen Angaben zufolge über 160.000 350Z-Einheiten verkauft, darunter rund 15.000 in Europa. Der Modell-Mix beträgt aktuell 60:40 zugunsten der geschlossenen Variante. Größter europäischer Einzelmarkt ist Großbritannien, gefolgt von Deutschland und Frankreich.












