archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Österreich wird Testsieger, Spanien verliert
ADAC-Test: Deutsche Baustellen europaweit auf Platz 2
![]() | |
| ADAC-Baustellen- | ADAC |
| Test: Deutschland auf Platz 2 | |
Als positiv werteten die Tester u.a., dass der Gegenverkehr meist durch stabile Leiteinrichtungen getrennt war, es in den Verschwenkungsbereichen genügend Raum für Lkw gab, Ein- und Ausfahrten deutlich zu erkennen und mit Beschleunigungs-/Verzögerungsstreifen ausgestattet waren sowie eine gute Kennzeichnung auch bei Nacht. Allerdings gab es selten Informationen zur Restlänge der Bauarbeiten und kaum Pannenbuchten. Außerdem sei das häufig anzutreffende Tempolimit von nur 60 km/h dem Verkehrsfluss hinderlich.
Testsieger wurde eine Baustelle auf der österreichischen A 1 zwischen Salzburg und Linz bei Traun. Hier lobten die ADAC-Tester besonders die ausreichende Abtrennung zum Gegenverkehr und zum Arbeitsbereich, übersichtlich und sicher gestaltete Ein- und Ausfahrten sowie die umfassende Information über Anlass, Dauer und Länge des provisorischen Streckenabschnitts.
Die schlechtesten Baustellen im Test gab es in Spanien, auch Italien liegt am unteren Ende der Ergebnisse. Auf einer spanischen Baustelle an der M 30 etwa gab es weder Hinweise auf die Bauarbeiten noch Pannenbuchten. Dafür wurden die Geschwindigkeit abrupt reduziert und die Fahrbahnführung ständig gewechselt.
Insgesamt hat der ADAC zusammen mit 14 Partnerclubs in Europa 50 Langzeitbaustellen untersucht. Jede neunte Baustelle wurde dabei als "mangelhaft" klassifiziert, nur die österreichische überzeugte mit der Note "sehr gut".
Trotz oder gerade leerer Kassen gibt es in Deutschland den Angaben zufolge im Schnitt alle 30 Kilometer eine Autobahn-Baustelle. Der Club fordert eine Vereinheitlichung der Sicherheitsstandards für Baustellen in Europa. Außerdem bedürfe es einer systematischen Datenanalyse auf nationaler und internationaler Ebene.
Der Test soll künftig periodisch wiederholt werden.












