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Software wird flexibler / Künftige Updates werden drahtlos überspielt
Lkw-Maut: Neue Software-Version kommt Mitte Juli
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| Neue OBU-Software | Toll Collect |
| kommt im Juli | |
Dieser Fortschritt allerdings soll erst ab dem kommenden Jahr zur Verfügung stehen, wenn die neuen Funktionen freigeschaltet werden: Dann können etwa neue Autobahn-Anschlussstellen, zusätzliche mautpflichtige Strecken oder veränderte Tarife automatisch auf die eingebauten Fahrzeuggeräte überspielt werden. Bisher waren diese Daten starr in den Geräten hinterlegt. Zudem ist es dann möglich, Maut für verschiedene Betreiber und unterschiedliche Streckennetze zu erheben, beispielsweise für private Straßenbetreiber.
Das jetzige Update ist mit rund 1,5 MB Dateigröße noch nicht für eine Funk-Übertragung geeignet. Es muss daher bei den Servicepartnern von Toll Collect auf die Geräte aufgespielt werden. Die Kosten für die rund eine Stunde dauernde Prozedur tragen die Mautbetreiber.
Die Bereitstellung der neuen Softwareversion ist Teil der mit dem Bund im Februar 2004 vereinbarten zweistufigen Einführung des deutschen Lkw-Mautsystems. In der ersten Stufe zum 1. Januar 2005 startete das Mautsystem mit OBUs, die nur über die Basisfunktionen der Mauterhebung verfügen.
Die neue Softwareversion wurde seit Anfang 2005 unter Einbeziehung eines unabhängigen Gutachters getestet und von diesem nun freigegeben. Dazu gehörte u.a. die Erprobung der Software mit rund 2.000 Fahrzeugen aus 25 Speditionen.
In den ersten sechs Monaten der Mautpflicht wurden nach Betreiberangaben elf Milliarden mautpflichtige Kilometer erfasst und abgerechnet. 85 Prozent der eingenommenen Maut stammen aus dem automatischen Verfahren über die etwa 450.000 eingebauten OBUs, der Rest über die Internet-Einbuchung und die Terminals.












