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Produktionsende in Ingolstadt und Martorell
Audi baut keine A1 und Q2 mehr

Audi
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Beim Q2, der im Stammwerk Ingolstadt gebaut wurde, beträgt diese Zahl laut Audi 887.231 Einheiten seit dem Jahr 2016. Das obige Foto wurde laut Metadaten am 21.04.2026 aufgenommen und am 23.04.2026 veröffentlicht. Der A1 aus der Fertigung bei Seat im spanischen Martorell lief demnach seit dem Jahr 2010 insgesamt 1.389.658 Mal vom Band (genauer: so viele Modelle wurden laut Audi ausgeliefert). Mehr verlautbart die Marke mit den Ringen dazu nicht, schließlich müssen PR-Menschen positiv formulieren und nach vorne blicken.
Entsprechend heißt es, Audi stärke sein Produktionsnetzwerk. Gemeint ist die Mitte des Jahres anlaufende "Verbundfertigung" des Q3 in Ingolstadt – Verbund mit dem bisher einzigen Produktionsort in Ungarn. Die Karosserien für das "zusätzliche Volumen" werden in Győr gefertigt, per Zug nach Ingolstadt transportiert und dort anschließend lackiert und montiert. Diese Lösung soll die Auslastung im Stammwerk sichern und geht zurück auf die im März 2025 geschlossene "Zukunftsvereinbarung", in deren Zuge Tausende von Arbeitsplätzen abgebaut wurden.
In Ingolstadt wird zusätzlich ab voraussichtlich Ende 2026 der A2 e-tron vom Band laufen, der sozusagen Audis Interpretation des VW ID.3 Neo darstellt. Dass der das A1- und Q2-Volumen auffangen wird, ist möglich, halten wir aber für nicht wahrscheinlich. Beide Baureihen zusammen kamen im vergangenen Jahr alleine in Deutschland auf 24.500 Einheiten. Entsprechend ist fraglich, ob sich die sowieso in turbulentem Fahrwasser befindliche Marke Audi mit alledem unter dem Strich einen Gefallen tut.
Dass Automodelle auslaufen, ist einerseits nichts Besonderes und in manchen Fällen aufgrund schwindender Nachfrage auch gut nachvollziehbar. Andererseits werden oft ohne Not Modelle eingestellt, die noch viele Käufer finden und Beschäftigung sichern könnten. Beispiele hierfür sind etwa die VW-Modelle Arteon, Touareg und Up, die Ford-Baureihen Fiesta, Focus und S-MAX oder die Mercedes B-Klasse. Audi hatte bereits A7 und A8 sowie den elektrischen Q8 eingestellt.
Zur Begründung ist oft zu hören, es sei nicht mehr möglich oder nicht mehr wirtschaftlich, die Modelle auf neue Vorschriften für Abgas oder Cybersecurity umzustellen, was aber in etlichen Fällen nicht glaubhaft ist – weil etwa die EU7-Abgasnorm für Bestandsmodelle aktuell noch eineinhalb Jahre entfernt ist und weil mancherorts ältere als die eingestellten Modelle still und leise auf Sicherheitsvorgaben aktualisiert wurden. Beliebt ist es auch, ein Auto oder eine Antriebsform so lange nicht mehr zu modernisieren, bis deswegen die Nachfrage schwindet, und diesen Umstand dann als Einstellungsgrund angegeben. Der VW Touran dürfte beispielhaft dieses Schicksal erleiden.
