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Verkehr & Reise Lesezeit ~ 4 Minuten

Rückreiseverkehr setzt schon ein

ADAC-Stauprognose für das Wochenende 07.-09.08.2026

Auch am zweiten Augustwochenende müssen sich Autofahrer auf ein sehr hohes Verkehrsaufkommen und größere Staus im ganzen Land und in beiden Richtungen einstellen. Oder sie vermeiden den Unsinn einfach mit den gar nicht so außergewöhnlichen Autokiste-Tipps.

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Nach dem besonders großen Stauwochenende zum Ferienstart in Süddeutschland wird es auf den Reiserouten in Deutschland am kommenden Wochenende ruhiger – ab er nur ein bisschen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden bereits die Sommerferien, während sie in den weiteren Bundesländern und vielen europäischen Nachbarstaaten noch andauern. Dadurch überlagern sich Hin- und Rückreiseverkehr. Speziell aus Baden-Württemberg und Bayern wird eine zweite Reisewelle unterwegs sein. Staus auf den wichtigsten Fernstraßen sind nahezu unvermeidlich.

Besonders dicht wird der Verkehr am Freitagnachmittag und -abend auf den Strecken in Richtung Süden, Alpen sowie Nord- und Ostsee. Der Rückreiseverkehr erreicht seinen Höhepunkt am Sonntagnachmittag und -abend, vor allem aus dem Süden, von den Küsten und aus den Nachbarländern.

Bei schönem Wetter sorgen zudem zahlreiche Tagesausflügler in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Küsten und Seen für zusätzlichen Verkehr. Zudem gibt es zahlreiche regionale Veranstaltungen wie Sommer-Opern, Klassik-Open-Airs und Open-Air-Kinos, zudem überregional bedeutsame wie beispielsweise "Rhein in Flammen" am Deutschen Eck. In Hamburg sind Sommerdom und Megamarsch angesagt.

Die meisten Behinderungen gibt es dort, wo viel Verkehr auf Baustellen trifft – und das ist aktuell an rund 1.000 Standorten der Fall. Besonders belastet sind laut ADAC insgesamt folgende Autobahn-Abschnitte (in beide Richtungen):
  • A1 zwischen Lübeck, Hamburg, Bremen, Dortmund und Köln
  • A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
  • A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A5 Kassel – Frankfurt sowie Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn
  • A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11, A12 und A13 vom Berliner Ring in Richtung Polen und Dresden
  • A17 Dresden – Prag
  • A20 Lübeck – Rostock
  • A81 Singen – Stuttgart
  • A95 München – Garmisch–Partenkirchen
  • A96 Lindau – München
  • A99 Autobahnring München
Lage im Ausland
Auch in Österreich muss auf den wichtigsten Reisestrecken – darunter der Westautobahn (A1), der Tauernautobahn (A10), der Inntalautobahn (A12), der Brennerautobahn (A13) sowie der Fernpassroute (B179) – mit langen Staus gerechnet werden. Auf der Brennerautobahn sorgt die Sanierung der Luegbrücke weiterhin für Behinderungen.

In der Schweiz sind vor allem die Gotthard-Route (A2) und die San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3 stark belastet. In Italien bleiben die Brennerroute (A22) und die Verbindung Mailand – Genua (A9/A7) staugefährdet. An den deutschen Grenzen können aufgrund von Kontrollen Wartezeiten entstehen.
Abfahrtssperren einplanen
Um den Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, werden an den Wochenenden erneut Abfahrtssperren eingerichtet. In Deutschland betrifft dies bei Stau unter anderem die A7 im Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die A93 und die Bundesstraßen B2 und B23 im Raum Garmisch-Partenkirchen. Auch in Tirol bleiben zahlreiche Landes- und Gemeindestraßen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen für den Ausweichverkehr gesperrt. Die Sperren gelten natürlich nicht für Anlieger und für Notfälle.
Stau ist keine Pflichtveranstaltung
Stunden im Stau zu leiden ist jedoch nicht alternativlos, sondern weitgehend vermeidbar – wenn man zu Kompromissen bereit ist. Hierzu gehört eine sorgfältige Routenplanung unter Berücksichtigung insbesondere der Zahl und Länge der Baustellen, da diese Bereiche besonders staugefährdet sind. Bereits ein kleiner Unfall oder ein Pannenfahrzeug können in solchen Bereichen für laaaange Staus sorgen.

Auch ist nicht immer die "große" Autobahn die beste, und Bundesstraßen nehmen zwar Tempo und bringen zusätzliches Unfallrisiko, sind dafür aber meist recht staufrei befahrbar – und bergen vor allem nicht das Risiko der Vollsperrung: Wenn gar nichts mehr geht, kann man wenden und den Bereich umfahren anstatt viele viele Stunden auf der Autobahn nicht einen Meter weiter zu kommen, während die Kinder verständlicherweise quengeln, die Blase drückt und die Stimmung ... Sie wissen schon.

Der Weg von München nach Berlin muss beispielsweise nicht zwingend über die A9 verlaufen, man kann auch über die A8/B2/A73/A71/A14/A2 via Augsburg, Weißenburg, Nürnberg, Bamberg, Erfurt und Magdeburg fahren – das ist weiter und umständlicher, wird aber unter dem Strich entspannter und touristisch wesentlich interessanter sein.

Zusätzlich und nicht zuletzt sollten Reisende in Erwägung ziehen, mit entsprechender Vorbereitung spätabends oder nachts zu fahren, wenn das Verkehrsaufkommen und damit Zahl und Intensität der Behinderungen deutlich geringer sind. Selbst auf den klassischen Routen der obigen Liste kommt man nachts um drei nahezu immer entspannt voran. Während die anderen vormittags in den Stau fahren, sitzt man bereits müde, aber gemütlich mit dem Käffchen am Ziel – für Sie erfolgreich getestet.
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