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Audi: A2 kommt, A8 geht

Audi
Audi den neuen A2 e-tron auf MEB-Basis vorstellen
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Auf der Jahrespressekonferenz kündigte der Audi-Chef den Neuzugang an. "Wir haben zugehört: Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich elektrische Mobilität, die im Alltag überzeugt", so Gernot Döllner. "Der A2 e-tron ist unser Versprechen, genau das zu liefern – effizient, kompakt und selbstbewusst. Wir machen den Einstieg in die elektrische Audi-Welt einfacher und relevanter denn je."
Audi bezeichnet den A2 e-tron als "Modellfamilie". Sie "adressiere" gezielt eine breite internationale Kundschaft, die Wert auf urbane Alltagstauglichkeit, Nachhaltigkeit, hohe Effizienz und digitale Vernetzung lege. Die Typbezeichnung knüpft bewusst an den Audi A2 an, dem man noch heute nachsagt, dass er seinerzeit ein paar Jahre zu früh kam. Die nun als erste Scheibe der PR-Salamitaktik veröffentlichte Designskizze zeigt tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit in der Silhouette des Fahrzeugs.
Das Modell wird auf der MEB-Plattform mit Heckantrieb basieren wie Cupra Born, VW ID.3/4/5 oder Audi Q4, nicht auf der neuen Frontantriebs-Basis MEB+/"MEB Entry". Daher wird der A2 e-tron auch nicht in Spanien gebaut wie das neue E-Kleinwagen-Quartett von Cupra, Škoda und VW, sondern im Stammwerk Ingolstadt. Dort wird allerdings mehr oder weniger gleichzeitig die Produktion des Q2 auslaufen. Auch der aus Spanien kommende A1 wird aller Voraussicht nach keine allzu lange Zukunft mehr haben.
Gleichzeitig hat Audi einen Q9 als X7- und GLS-Konkurrenten speziell für die Märkte China und USA angekündigt und gegenüber der Branchenzeitung Automobilwoche auch bestätigt, dass der A8 klammheimlich beerdigt wurde. Letzteres wird auf das eh schon angezählte Audi-Image nicht gerade positiv einzahlen, doch unter dem Strich dürfte der A2 das für die nächste Zeit wichtigste Auto für die Marke mit den vier Ringen sein.
Falls Audi hier einmal wieder ein stimmiges und cooles und zeitloses, aber nicht modisches und aufdringliches Design abliefern sollte, könnte das Modell für einige an zuletzt verlorener Aufmerksamkeit für die Marke sorgen. Vor allem aber müssten sich die Ingolstädter dazu durchringen, das Auto einmal gut statt karg auszustatten und ein Preisschild zu entwerfen, dass allüberall für positiven Gesprächsstoff sorgt. Vorbild könnte Apple sein: Eine als teuer und "in" geltende Marke, die gerade ein erstaunlich gutes Notebook zu einem erstaunlich guten Preis abgeliefert hat. Und es zig-millionenfach verkaufen wird – auch an Leute, die später auf ein teureres Modell umsteigen.
An einen guten A2-Preis glauben wir allerdings nicht. Gerüchten zufolge soll der Einstieg oberhalb des kommenden ID.3 Neo liegen.
