Sicherheit & Umwelt Lesezeit ~ 1 Minute
Neues System von Aumovio
Alkoholsperren im Auto: Fingerauflegen genügt

Aumovio
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Das Hauptproblem solcher Alkoholsperren kann indes auch die Fingerlösung nicht umgehen: Wenn der Finger nicht vom Fahrer, sondern etwa vom Beifahrer stammt, ist das System schnell ausgetrickst, solange dies nicht durch aufwändige KI-Kamerasysteme unterbunden wird. Dennoch könnte die Technik im Alltag ihren Verkehrssicherheitsbeitrag leisten, weil sie allen Beteiligten die Situation klar vor Augen führt: Bittet der alkoholisierte Fahrer erst einen Dritten, den Finger aufzulegen, dürfte die Hemmschwelle deutlich steigen.
Technisch setzt das System auf die sogenannte "Nahinfrarot-Spektroskopie" (NIR) der BASF-Tochter trinamiX. "Beim Auflegen der Fingerkuppe auf den Sensor werden unsichtbare Lichtimpulse in das unter der Haut liegende Gewebe geschickt; dort können vorhandene Ethanolmoleküle erkannt werden", erklärt Trinamix-Manager Dr. Wilfried Hermes. "Die charakteristische Reflexion des Lichts wird anschließend von KI-basierten Auswertungsverfahren analysiert, um den Alkoholgehalt im Blut sehr präzise bestimmen zu können".
Genauere Angaben zur Präzision liegen nicht vor.
