Sicherheit & Umwelt Lesezeit ~ 2 Minuten
Anstieg vor allem bei E-Bikes
Jeder sechste Verkehrstote ist ein Radfahrer

Autokiste
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Wie aus heute in Wiesbaden vom Statischen Bundesamt (Destatis) vorgelegten Zahlen weiter hervorgeht, ist die Zahl der getöteten Radfahrenden insgesamt damit gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % gestiegen, während sich die Gesamtzahl der Verkehrstoten um 1,8 Prozent erhöhte. Besonders auffällig ist der Vergleich mit den Zahlen von vor zehn Jahren: Seit 2015 sank die Zahl der Verkehrstoten um 18,4 Prozent, während die Radler-Gruppe um 20,6 Prozent zulegte.
Besonders gefährdet zeigt sich die Gruppe der Über-65-Jährigen Radfahrer, deren Anteil an den getöteten Radfahrern im vergangenen Jahr bei 61,5 Prozent lag - 56,3 Prozent bei "echten" Fahrrädern ("Bio-Fahrrädern"), 67,3 Prozent bei E-Bikes.
An einem Großteil (66,5 %) der insgesamt 95.794 aktenkundig gewordenen Fahrradunfälle mit Personenschaden war ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 69,8 % der Fälle war dies ein Autofahrer. Gab es einen Unfallgegner, trugen die Radler an knapp drei von zehn dieser Unfälle mit Personenschaden die Hauptschuld (28,6 %). Je nach Unfallgegner zeigen sich allerdings Unterschiede: Bei Unfällen mit Fußgängern wurde der Person auf dem Fahrrad häufiger (58,1 %) die Hauptschuld angelastet. Bei Kollisionen mit Krafträdern betrug dieser Anteil 54,7 %, bei solchen mit Autos nur 25,3 %, und bei Crashs mit Lkw sogar nur 21,4 Prozent.
Bei Getöteten auf Fahrrädern werden auch Mitfahrer wie zum Beispiel Kinder mitgezählt. Unfälle mit S-Pedelecs, den besonders schnellen E-Bikdes mit Versicherungskennzeichen, sind in den obigen Zahlen nicht enthalten. Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall an dessen Folgen sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.
