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Mineralöl-Branche erwartet zwölf Prozent Minus bis 2020
Prognose: Ölabsatz in Deutschland geht weiter deutlich zurück
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| Kraftstoffabsatz im Minus: | Autokiste |
| 20% Rückgang bis 2020 ist die Prognose | |
Hauptursache sind sinkende Kraftstoffverbräuche aus dem Straßenverkehrssektor. Demnach dürfte gegenüber 2004 der Benzinverbrauch bis 2020 um 33 Prozent auf rund 17 Millionen Tonnen sinken, erläuterte MWV-Chef Dr. Klaus Picard bei der Vorstellung der Prognose in Hamburg. Bei der Nachfrage nach Dieselkraftstoff wird der Rückgang wegen steigender Marktanteile des Selbstzünders geringer ausfallen: Mit rund 25 Millionen Tonnen wird sie voraussichtlich um zehn Prozent unter dem Wert des Jahres 2004 liegen. Das entspricht einem Rückgang des gesamten Kraftstoffverbrauchs um 20 Prozent.
Picard verkaufte die für seine Branche eher schlechten Aussichten als eine gute Nachricht für den Klimaschutz. Seit 1999 seien die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs rückläufig. Bei den übrigen Fahrzeugemissionen habe man bereits heute Rückgänge gegenüber 1990 um teilweise mehr als 90 Prozent erreicht. Die kontinuierlichen Verbesserungen der Kraftstoffe seien dafür mitverantwortlich, denn sie hätten erst neue, effiziente Motortechnologie ermöglicht, so Picard. Der Trend werde durch die Erneuerung der Fahrzeugflotte in den nächsten Jahren anhalten.
Gleichzeitig hält der MWV nichts von heutigen Biokraftstoffen, da diese in der Herstellung hohen Energieaufwand und damit hohe CO2-Emissionen bedeuteten. Picard: "Unter dem Aspekt CO2-Vermeidungskosten sind Biokraftstoffe allemal verfehlt."
Steigenden Absatz erwartet der MWV dagegen vor allem bei Roh- und Flugbenzin sowie bei Bitumen. Die komplette Prognose mit methodischen Hinweisen und Details ist auf der MWV-Website als Download bereitgestellt.












