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Sportcoupé mit neuem Boxermotor erweitert Porsche-Palette
Porsche: Erste Details zum neuen Cayman
Äußerlich unterscheide sich der Zweisitzer "deutlich" von den anderen Modellen, erläutert Porsche - aber das gilt wohl in erster Linie für echte Porsche-Kenner und -Fans. Tatsächlich ist der Cayman nur eine weitere Interpretation der grundsätzlich bekannten Designlinie des Hauses - was freilich so ungewöhnlich nicht ist und auch nicht zwangsläufig schlecht.
Die neue Frontpartie wird wie beim offenen Modell durch ovale Hauptscheinwerfer geprägt, die aber an die ungeliebten "Spiegeleier"-Leuchten früherer Boxster- und 911-Varianten nur sehr entfernt erinnern. Wirklich anders ist nur die Frontschürze mit markante Lufteinlässen und deutlicher herausgearbeiteten Nebelscheinwerfern.
Ansonsten auffallend sind die niedrige Windschutzscheibenoberkante, die ausgeprägte Dachkontur und vor allem die Form des hinteren Seitenfensters. Die große Heckklappe prägt zusammen mit den kräftig geschwungenen Kotflügeln und dem automatisch ausfahrenden Heckflügel die Rückansicht des Cayman. In der Mitte darunter sitzen Doppelendrohre der Auspuffanlage.
Weil der Cayman wie sein offener Bruder einen Mittelmotor trägt, gibt es am Heck einen 260 Liter fassenden Kofferraum mit einer weit nach oben öffnenden Heckklappe. In Verbindung mit dem vorderen Kofferraum (150 Liter) und zahlreichen weiteren Ablagemöglichkeiten beweist der Zweisitzer auch einen vergleichsweise hohen Nutzwert.
Die Abgrenzung zum Boxster erfolgt außerdem über einen stärkeren Motor. Der Sechszylinder-Boxer entwickelt aus 3,4 Litern Hubraum (Boxster S: 3,2) 295 PS (280 PS) und beschleunigt das Auto in 5,4 (5,5) Sekunden auf Tempo 100; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 275 (268) km/h.
Das maximale Drehmoment beträgt 340 (320) Newtonmeter zwischen 4.400 und 6.000 Umdrehungen. Hierfür mitverantwortlich ist "VarioCam Plus", ein System zur variablen Einlassnockenwellensteuerung und Ventilhubumschaltung, das bisher ausschließlich der "Elfer"-Baureihe vorbehalten war.
Die Kraftübertragung erfolgt über ein vom Boxster S übernommenes und weiter entwickeltes Sechsgang-Schaltgetriebe. Optional wird auch die bekannte Fünfgang-Automatik Tiptronic S erhältlich sein, die auch über Wipp-Tasten in den Lenkrad-Speichen geschaltet werden kann. Für das Sportcoupé wurde das Tiptronic-Getriebe speziell abgestimmt. Gleichzeitig erhielt es eine neue elektronische und hydraulische Steuerung.
Der Cayman rollt serienmäßig auf 18 Zoll-Rädern und ist mit ESP ausgestattet. Auf Wunsch und gegen Aufpreis liefern die Zuffenhausener auch das sogenannte Porsche Active Suspension Management (PASM): Das System beinhaltet eine Tieferlegung der Karosserie um zehn Millimeter und passt die Dämpfung automatisch an die jeweilige Fahrsituation an. Über eine Taste in der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen den Programmen "Normal" und "Sport" wählen.
Oberhalb des Boxster liegen auch die Preise, und zwar deutlich: 58.529 Euro müssen Cayman-Käufer mindestens übrig haben. Das sind gut 6.200 Euro mehr als für den Boxster S - oder gut 420 Euro pro Extra-PS. Rein wirtschaftlich betrachtet ist ein Boxster mit Hardtop das bessere Angebot, nicht zuletzt an lauen Frühlingstagen.












