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Zunächst zwei Versionen mit 115 und 143 PS für Mini und PSA-Modelle
BMW/PSA: Erste Details zur neuen Vierzylinder-Generation
Danach wird es zunächst zwei Versionen geben, die beide über einen Hubraum von 1,6 Litern verfügen. Die Grundvariante leistet 115 PS bei 5.700 Touren und ein maximales Drehmoment von 160 Newtonmetern bei 4.250 Umdrehungen. Darüber rangiert eine mit einem sogenannten "Twin-Scroll-Turbolader" und Benzin-Direkteinspritzung nach dem Common Rail-Prinzip versehene Maschine, die 143 PS (5.500/min.) leisten wird. Das Drehmoment beträgt hier 240 Nm zwischen 1.400 und 4.000 Touren.
Dem möglichsten effizienten Umgang mit Kraftstoff sowie einer Optimierung von Gewicht und Größe haben sich die Ingenieure dabei besonders gewidmet. Als Ergebnis verfügt der Motor u.a. über die Umstellung aller mechanischen Übertragungselemente im Ventiltrieb auf Rollreibung, die Integration zahlreicher Funktionen und Anbauteile in den Zylinderkopf und das Kurbelgehäuse sowie einen Einriemen-Antrieb. Dazu kommt eine volumenstromgeregelte Ölpumpe sowie eine Wasserpumpe, die abschaltbar ist: Sie spart Antriebsleistung und beschleunigt den Warmlauf, da erst dann Kühlmittel umgewälzt wird, wenn der Motor betriebswarm ist. Der Zylinderkopf ist mit einem konventionellen Ventiltrieb mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Rollenschlepphebeln und hydraulischem Ventilspiel-Ausgleich ausgerüstet.
Beim Direkteinspritzer der neuen Motorenfamilie kommt erstmals in dieser Klasse ein so genannter Twin-Scroll-Turbolader zu Einsatz. Dabei sind im Abgaskrümmer und Turbolader die Kanäle von jeweils zwei Zylindern durch entsprechende Kanalgestaltung voneinander getrennt. Diese Technik führt durch die Reduzierung des Abgasgegendrucks bei niedrigen Motordrehzahlen dazu, dass die Dynamik der pulsierenden Gassäulen im Abgaskrümmer besser genutzt werden kann. Bei reduziertem Verbrauch erhält die Turbine zusätzlichen Schub, weshalb der Turbolader schon früher hochlaufen kann - konkret soll sich der Effekt bereits bei rund 1.400 Umdrehungen einstellen.
Die gemeinsam entwickelten Motoren werden ab 2006 Klein- und Mittelklassewagen von Peugeot und Citroën sowie künftige Varianten des MINI antreiben, in diversen Varianten mit einem leistungsspektrum zwischen 75 und 170 PS. Nach einer Anlaufzeit sollen jährlich rund eine Million Stück gebaut werden.











