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Webasto "Hot Shot" sorgt für sauberere Scheiben
Zubehör: Waschwasser-Heizung zum Nachrüsten
Abhilfe will Standheizungs-Spezialist Webasto mit einer nachrüstbaren Heizung schaffen. Das "HotShot" genannte Heizgerät (140 x 90 x 45 mm) wird zwischen den Spritzwasserbehälter und den Düsen installiert und heizt das Wasser auf Knopfdruck auf ca. 65 Grad auf. Für diesen Vorgang benötigt es zwischen 30 und 45 Sekunden. Erhitzt wird dabei Herstellerangaben zufolge immer nur genau die Menge an Wasser, die die für einen Sprühvorgang auch benötigt werde. Offensichtlich hat Webasto diese Menge schlicht definiert.
Der Fahrer kann zwischen zwei Betriebsarten entscheiden: Wählt er "Standby", wird das Wischwasser aufgewärmt und in diesem Zustand bereitgehalten, so dass es während der Fahrt nach Bedarf zur Verfügung steht. Variante zwei lautet "Automatik". In diesem Modus wird das Wasser vor Fahrtbeginn besonders schnell aufgeheizt und anschließend automatisch in sechs bis acht Sprühvorgängen im Zehn-Sekunden-Abstand auf die Scheibe gesprüht. Nach 2,5 Minuten schaltet sich das Gerät automatisch ab, sofern das nicht der Fahrer per Knopfdruck bereits zuvor getan hat. Der Preis: 170 Euro zuzüglich Einbau.
Kommentar:
Während die Grundidee durchaus gefällt, darf die Umsetzung als fragwürdig gelten: Der Automatik-Modus ist überflüssig und in vielen Fällen reine Wasserverschwendung, während der Standby-Modus ohne Zutun des Fahrers und also ohne kostspielige und den Innenraum "verzierende" Extra-Bedieneinheit immer gewählt sein sollte. Das freilich kostet Strom. Auch der Preis dürfte viele Kunden abschrecken. Die bessere Lösung ist unter anderem bei älteren Mercedes-Modellen zu sehen: Das Kühlwasser fließt per Tauchsieder-Prinzip durch den Waschwasser-Behälter und wärmt das Scheibenwasser schon kurz nach dem Start auf - problemlos, langlebig und elektrikfrei.











