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Sonntag, 3. Juli 2022,
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Zehn Jahre nach Standortentscheidung deutliche Aufstockung des US-Werks

Mercedes: Vorbereitungen für den GST laufen bereits an

Siehe Bildunterschrift
Jüngster Ausblick © DaimlerChrysler AG
auf den kommenden Mercedes GST
Gestern vor zehn Jahren fiel bei DaimlerChrysler - damals noch der Daimler-Benz AG - die Entscheidung zum Bau eines neuen Autowerks im US-Bundesstaat Alabama. Unter dem Motto "We're still making history" knallten denn auch am Donnerstag die Sektkorken - und zu feiern gibt es nicht nur den Rückblick, sondern auch die Zukunft des Werkes in Tuscaloosa, wo seit 1997 die Mercedes ML-Klasse produziert wird: Derzeit wird es mit einem Investitionsvolumen von rund 600 Millionen US-Dollar deutlich vergrößert - und damit vorbereitet sowohl auf den Produktionsstart der nächsten ML-Klasse als auch den einer ganz neuen, zusätzlichen Baureihe: Der sogenannte "Grand Sport Tourer" (GST) soll nach jüngsten Planungen ab Anfang 2005 von den Bändern laufen.

Grand Sports Tourer also - und das soll denn auch die wichtigsten Eigenschaften des neuen Mercedes beschreiben: Groß, dynamisch und ein echtes Reiseauto. Groß bedeutet viel Raum für bis zu sechs Personen, die allesamt auf individuell einstellbaren Einzelsitzen Platz nehmen können, aber auch eine hohe Variabilität des Innenraums zum einfachen Transport von Skiern, Fahrrädern oder anderem Sportgerät. Dynamisch bedeutet Sechs- und Achtzylindermotoren in Kombination mit der neuen Siebengang-Automatik. Dazu gibt es Allradantrieb, Luftfederung und etliche Hightech-Blackboxen, nicht zuletzt auch im Bereich Sicherheit. Mehr wollen die Stuttgarter dazu momentan noch nicht verraten.

"Zudem haben wir uns das Ziel gesetzt, ein Auto zu entwickeln, das neben technischer Perfektion auch emotional begeistert - zum Beispiel durch formale Ästhetik, hochwertige Materialien, moderne Farbgestaltung und innovative Details", sagt Mercedes-Chef Professor Jürgen Hubbert. Auf der neuesten Zeichnung des GST (siehe Bild) ist vieles davon schon zu erkennen - und auch die Änderungen im Vergleich zur "Vision GST", die Mercedes auf der Detroit Motor Show im Januar 2002 vorgestellt hatte: Der GST in seiner jetzigen Form wirkt nicht mehr ganz so massig wie seinerzeit, und auch die gegenläufig angeschlagenen Türen sind einem konventionellen Konzept gewichen. Inwieweit das auch für den Innenraum gilt, bleibt abzuwarten. Die Richtung ist jedenfalls klar: Der GST - der möglicherweise auch einmal R-Klasse heißen wird - wird in punkto Größe, Luxus und Motorisierung die XXL-Version der M-Klasse, wobei auch diese künftig aller Voraussicht nach in zwei Größen angeboten werden wird.

Die Werksvergrößerung in den USA geht einher mit einer Verdoppelung sowohl der Mitarbeiterzahl auf dann 4.000 als auch der jährlichen Produktionskapazität auf künftig 160.000 Einheiten. Anfänglich konnten in Alabama nur 65.000 Fahrzeuge produziert werden, was sich schon bald als deutlich zu wenig herausstellte. Das Unternehmen hatte daher bereits 1998/99 die Kapazität mit rund 80 Millionen Dollar Investitionen auf 80.000 Autos erhöht. Zusätzlich wurde die M-Klasse, inzwischen rund 500.000 Mal weltweit verkauft, bei Magna Steyr im österreichischen Graz produziert, wo auch der echte Mercedes-Geländewagen, die G-Klasse, gebaut wird.
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text  Hanno S. Ritter
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