archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Jedes zweite Neufahrzeug bereits mit ESP ausgestattet
Sicherheit in Fahrt: 10 Millionen ESP-Systeme von Bosch
![]() | |
| Das anfängliche "Elchtest"-Debakel | © Bosch GmbH |
|
bei der Mercedes A-Klasse und deren anschließende serienmäßige Ausrüstung mit ESP brachte den Durchbruch: ESP ist heute in vielen Fahrzeugen ab der Kompaktklasse Standard | |
Anhand diverser Sensorsignale vergleicht ESP die tatsächliche mit der vom Fahrer gewünschten Fahrtrichtung. Stimmen diese nicht überein, über- oder untersteuert das Fahrzeug. In einem ersten Schritt reduziert ESP durch einen Eingriff in das elektronische Motormanagement die Motorleistung. Reicht dies nicht aus, bremst es zusätzlich einzelne Räder individuell ab. So hält es das Auto sicherer in der vom Fahrer gewünschten Spur - jedenfalls solange es die Grenzen der Physik erlauben.
Wie wertvoll dieses aktive Sicherheitssystem für die Insassen ist, zeigen zwei von Toyota und DaimlerChrysler durchgeführte Untersuchungen, die auf gesammelten Unfalldaten basieren. DaimlerChrysler weist in einer Studie aus dem Jahr 2002 nach, dass seit dem serienmäßigen Einsatz des ESP in allen Mercedes-Personenwagen deren Anteil an der Gesamtzahl der "Fahrunfälle" in Deutschland um gut ein Viertel gesunken sei. Als Fahrunfälle werden solche Unfälle bezeichnet, bei denen Autofahrer ohne Einfluss durch andere die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verlieren. Toyota sieht das Potenzial an zusätzlicher Sicherheit sogar noch größer. Das Unternehmen kommt laut Bosch anhand der Auswertung von etwa einer Million Unfällen mit Personenschaden zu dem Schluss, dass der Einsatz von ESP die Anzahl der schweren Fahrunfälle um die Hälfte reduzieren könnte.
In den nächsten Jahren plant Bosch die Ergänzung von ESP um eine Reihe zusätzlicher Sicherheits- und Komfortfunktionen; wie sie auch in jüngster Vergangenheit bereits integriert wurden (Stichwort Reifendruckkontrolle, Hill-Holder). Bis zum Jahr 2006 soll so eine ganze ESP-Produktpalette entstehen. Fahrzeughersteller können dann zusätzliche Features quasi im Baukastensystem zusammenstellen, je nach Fahrzeug-Modell und dessen Positionierung.












