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"Kontraste" zitiert aus Polizeibericht: Kaputtes Bremssystem und viel Rost
Unglücksbus von Lyon: Rollender Schrott?
Die Polizei, so berichtet das Magazin weiter, habe in ihrem Bericht resümiert, der Bus sei nicht korrekt gewartet gewesen. Ferner habe man sechs unterschiedliche Reifenfabrikate festgestellt. Andererseits habe der Doppeldecker erst am 10. März, also rund zehn Wochen vor dem Unfall, die Hauptuntersuchung beim TÜV in Hannover ohne Mängel bestanden.
Gunther Mörl vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) bezeichnete in der Sendung des neuen Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) die Vorgänge, die zu dem Unfall geführt haben, als auch das Bus-Unternehmen, die Firma Tiger Reisen aus Wunstorf bei Hannover, als "unseriös". Mörl: "Der Zustand des Busses ist eigentlich so, dass er durch Hauptuntersuchung beim TÜV nicht kommen dürfte. Das ist ganz klar." Der Verdacht, so Kontraste, liege nahe, dass nicht nur beim Bus, sondern auch beim TÜV-Nord manipuliert wurde.
Anderen Berichten zufolge war der Bus bereits vor einigen Jahren schwer verunfallt. "Spiegel Online" hatte unter Berufung auf den Anwalt der Firma berichtet, der 54jährige Busunternehmer habe das Fahrzeug anschließend in monatelanger Kleinarbeit wieder aufgebaut. Man wird ihn nicht mehr fragen können: Der Chef von Tiger Reisen saß zum Unglückszeitpunkt selbst am Steuer und kam bei dem Unfall ums Leben.











