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14 Marken unter einem Dach
Fusion: PSA und FCA spannen Weltkonzern

FCA, PSA
PSA-Chef Carlos Tavares und FCA-Chef Mike Manley
schließen ihre Konzerne zum viertgrößten Autobauer der Welt zusammen
FCA und die PSA Groupe haben nach recht kurzer Verhandlungsdauer heute eine verbindliche Zusammenschlussvereinbarung über einen 50/50-Merger ihrer jeweiligen Geschäfte unterzeichnet. "Die angestrebte Kombination wird ein Branchenführer sein mit dem Management, den Fähigkeiten, den Ressourcen und der Größe, um die Chancen zu nutzen, welche die neue Ära der nachhaltigen Mobilität bietet", teilen die neuen Partner mit, die sich offenbar keine Qualitätskontrolle bei ihren Übersetzern leisten können.
Das kombinierte Unternehmen wird nach aktuellem Stand mit rund 400.000 Mitarbeitern auf jährlich 8,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge kommen und damit der viertgrößte Autohersteller der Welt werden. Nur VW, Renault-Nissan und Toyota sind größer. Der gemeinsame Umsatz wird bei fast 170 Milliarden Euro liegen, der Gewinn bei über elf Milliarden.
Während FCA hauptsächlich seine nicht eben zukunftssicheren amerikanischen SUVs und Pickups sowie den von PSA benötigten Zugang zum nordamerikanischen Markt in den neuen Konzern einbringt, steuert PSA ein solides Europa-Geschäft mit wettbewerbsfähigen Pkw und sein Know-How im Bereich der Elektromobilität ein. Letzteres war bei FCA bisher kaum ein Thema.
Der neue Konzern wird zahlreiche Marken umfassen. Von FCA kommen die europäischen Marken Fiat, Alfa Romeo und auch das darbende Lancia, außerdem die Sportwagenmarken Maserati und Ferrari und die US-Marken Chrysler, Dodge, Ram und vor allem Jeep. PSA bringt Peugeot, Citroën, DS, Opel und Vauxhall ein. Zum neuen Konzern gehören auch die Zulieferer Magneti Marelli und Faurecia.
Die Fusion muss noch von den Wettbewerbsbehörden und den Aktionären abgesegent werden. Geführt wird das neue Konglomerat von PSA-Chef Carlos Tavares (61). Der Portugiese gilt als harter Sanierer, er hat sowohl PSA als auch Opel wieder wettbewerbsfähig gemacht. Die Fusion soll in den nächsten zwölf bis 15 Monaten abgeschlossen sein, seinen Sitz wird der noch namenslose Konzern wie schon bisher FCA in den Niederlanden haben.











