archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Luftsack zwischen Frontpassagieren schützt beim Seitenaufprall
Hyundai entwickelt Zentralairbag (aktualisiert)

Hyundai
Der zentrale Seitenairbag von Hyundai
schützt die Frontpassagiere bei einem Seitenaufprall zusätzlich
Die Koreaner erwarten, dass die Zahl der Kopfverletzungen, die beim Zusammenprall von Autoinsassen entstehen, durch den Einsatz des zentralen Seitenairbags um 80 Prozent abnimmt. Nach einer Statistik des Europäischen Automobilverbandes ACEA werden rund 45 Prozent der Folgeschäden eines Unfalls durch den Zusammenprall der Köpfe oder durch den Aufprall des Kopfes ans Interieur verursacht. Der in der Fahrersitzlehne versteckte Airbag ist auch dann nützlich, wenn kein Beifahrer an Bord ist: Das System hält den Fahrer in einer gesünderen, geraderen Haltung und damit zugleich besser im Gurt.
Wann genau der Zentralairbag erstmals in Serie kommt, lässt Hyundai offen - verweist aber auf die für 2020 überarbeiteten Crashnormen von EuroNCAP, bei denen eine stärkere Berücksichtigung des Seitenaufpralls erwartet werde. "So wird sich der neue Airbag nicht nur in der Praxis, sondern auch in dieser Auswertung als vorteilhaft erweisen", erklärt Hyundai - womit der Start-Termin offenbar in nicht allzu ferner Zukunft liegt.
Anfang des Jahres hatten die Koreaner bereits über die Entwicklung eines Multikollisionsairbags berichtet, der ebenfalls in Serie kommen soll. Anders als die Zukunftsausblicke ist der Gegenwarts-Stand bei Hyundai dagegen enttäuschend: Seitenairbags hinten wie etwa bei VW oder Škoda gibt es nicht einmal gegen Aufpreis.
Nachtrag, 24.10.: Audi bietet unter den Namen Mittenairbag bereits ein solches System als Sonderausstattung im A8 an. Es kostet dort im Paket mit
weiteren Extras 490 Euro. Vielen Dank an den Leser für den Hinweis. 2020 werden mehrere Modelle bei verschiedenen Herstellern mit optionalem und
auch mit serienmäßigem Mittelairbag auf den Markt kommen.











