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Opel, Stadt und Hochschule bauen »Electric City« mit Fördergeldern
Rekordpläne: 1.300 Ladestationen für Rüsselsheim

Opel
1.300 Ladepunkte für Rüsselsheim: Der Ampera-e hat
keine Zukunft, Opels Elektro-Ambitionen aber schon
In Rüsselsheim werden künftig pro öffentlich zugänglichem Ladepunkt statistisch 72 Einwohner versorgt. Damit entsteht die größte Dichte an Ladestationen – gemessen an der Einwohnerzahl nicht nur in Deutschland, sondern sogar in der ganzen Europäischen Union. Hinzu kommen bis zu 400 weitere Ladepunkte, die auf privaten Flächen stehen werden – alleine 350 davon auf dem Opel-Gelände. Zum Vergleich: Die in puncto Ladeinfrastruktur derzeit bundesweit führende Metropole Hamburg mit ihren 1,8 Millionen Einwohnern kommt auf 785 öffentlich zugängliche Ladepunkte (Städteranking des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft).
Opel hat für das gemeinsame Projekt Parkplatzflächen bereitgestellt, die mit 600 Ladepunkten ausgestattet werden und nach Beendigung der Bauarbeiten öffentlich zugänglich sein werden. Darüber hinaus werden auf 350 Parkplätzen Ladepunkte für die Opel-Dienstwagenflotte installiert.
"Opel wird elektrisch! Dieses Versprechen ist eine wichtige Säule unseres Strategieplans PACE!. Natürlich ist dazu auch ein massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur an unserem Rüsselsheimer Stammsitz wichtig. So treiben wir unsere Elektrooffensive konsequent weiter voran", sagt Opel-Chef Michael Lohscheller.
Die Hochschule RheinMain wird das Projekt begleiten. Dabei sollen technische Themen wie Versorgungssicherheit und Netzintegration untersucht, aber auch sozioökonomische Aspekte wie das Mobilitätsverhalten betrachtet werden. Aus den gewonnenen Daten zum Ladeverhalten etwa sollen die Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse über künftige Anforderungen an das Stromnetz ableiten sowie individuelle Bedürfnisse der Fahrer von Elektroautos identifizieren.
Zu den Kosten des Projekts macht Opel keine Angaben. Vom Bundeswirtschaftsministerium gibt es 12,8 Millionen Euro Fördergelder. Das Projekt soll in wenigen Monaten beginnen und in mehreren Stufen bis Ende September 2020 realisiert sein.











