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Erste Bilder des Touring Sports / Marktstart Anfang 2019
Toyota Corolla: Das ist der Kombi
Der Corolla Touring Sports wurde im kürzlich eröffneten europäischen Designzentrum im belgischen Zaventem gestylt. Dank der TNGA-Plattform sei die neue Generation nicht länger ein Derivat des Fünftürers, sondern ein eigenständiges Modell, erklärt der Hersteller. In der Seitenansicht zeigt sich ein konventionelles Styling mit nun fünf statt drei Fensterbereichen, die oben statt unten chromgefasst sind, mit betonten Schwellern, stehenden Außenspiegeln und einer klaren Kante oberhalb der Bügeltürgriffe.
An der Front dominiert eine mächtige, unruhig gestaltete Schürze sowie ein schwarzes Band, das die Scheinwerfer mit dem Markenlogo zusammenführt. Darüber verbaut Toyota eine Verblendung in Wagenfarbe, bis die Motorhaube anschließt. Das Heck setzt auf geteilte Voll-LED-Rückleuchten, einen großen Dachspoiler und ein im unteren Bereich stark gerundetes und wesentlich flacher als bisher stehendes Fenster. Im Vergleich mit dem Vorgänger wirkt der neue Kombi merklich engagierter und hochwertiger gezeichnet, insgesamt würden wir aber von einem durchschnittlichen Entwurf sprechen.
Auch ein Interieur-Bild hat Toyota veröffentlicht: Es zeigt einen reduziert gestyltes Cockpit mit klassischer Anordnung der Elemente. "Neue Materialien, Farben und Verkleidungen sichern hohe visuelle und haptische Qualität", erklärt der Autobauer. Das Bild lässt eher das Gegenteil vermuten, das Ambiente wirkt weder wertig noch behaglich - immerhin nicht mehr so altbacken und unsymmetrisch wie im Auris.
Mit der Baureihe debütiert auch die neue duale Toyota-Hybridstrategie. Neben einem konventionellen Benzinmotor stehen gleich zwei Hybridantriebe zur Wahl, die mutmaßlich 122 und rund 180 PS Systemleistung bieten werden. Diesel bietet Toyota wie berichtet nicht mehr an.
Der Radstand des Touring Sports beträgt 2,70 Meter, die Außenlänge dürfte gegenüber dem Auris um etwa zehn Zentimeter auf rund 4,70 Meter wachsen. Um etwa den gleichen Wert liegt sie damit unter dem Avensis Kombi, der ausläuft. Ob dessen Kunden den Abstieg in die Kompaktklasse mitmachen werden, bleibt abzuwarten. Überhaupt scheinen uns die Marktchancen trotz des Design-Fortschritts nur begrenzt: Die Mitbewerber bieten auch gute und ansehnliche Kombis, zum Teil mit mehr Platz, oft mit mehr Optionen, fast immer mit schönerem Innenraum - und als Diesel, der für viele angesichts von Drehmoment und Verbrauch noch immer erste Wahl sein dürfte.












