archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Mercedes bestreitet illegale Abschalteinrichtung beim Vito
Diesel-Skandal: Daimler im Visier des KBA

Daimler
Daimler wehrt sich gegen KBA-Vorwurf
einer illegalen Abschalteinrichtung im Vito
Während das KBA die Sache bisher nicht öffentlich gemacht hat, geht Daimler bereits in die Verteidigung. Die beanstandeten Funktionen seien Teil eines komplexen Abgasreinigungssystems, das eine robuste Abgasreinigung bei unterschiedlichen Fahrbedingungen und über die Nutzungsdauer eines Fahrzeugs sicherstellen sollen, erklärte Daimler. Für das Bestehen des maßgeblichen Test-Zyklus NEFZ seien die in Frage stehenden Programmierungen nicht erforderlich.
Der Konzern kündigte an, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen. "Falls erforderlich, wird das Unternehmen die strittige Rechtsauslegung auch vor Gericht klären lassen", heißt es in einer Mitteilung. Unabhängig davon werde man aber weiterhin "vollumfänglich mit den Behörden kooperieren".
Die Fahrzeuge würden nach Freigabe des Software-Updates durch das KBA zurückgerufen. Der Vito ist bereits Teil der angekündigten Service-Maßnahme mit Software-Updates für über drei Millionen Mercedes-Benz-Fahrzeuge, die das Unternehmen - mehr oder weniger - freiwillig angekündigt hatte.
Daimler-Chef Dieter Dieter Zetsche wird sich zu der Angelegenheit persönlich erklären müssen. "Ich habe wegen des Manipulationsfalls beim Mercedes Vito den Daimler-Vorstandsvorsitzenden bereits für diesen Montag ins Ministerium einbestellt", sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Zudem habe er sofort das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen, weiteren Verdachtsfällen bei Mercedes unverzüglich nachzugehen. "Ich erwarte, dass Mercedes seinen Kunden gegenüber Klarheit schafft", so Scheuer weiter. Offenbar hatte das Magazin zuvor von der Sache Wind bekommen und bei Daimler diesbezüglich nachgefragt, was möglicherweise die Stellungnahme des Konzerns ins Rollen brachte.











