archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Nur zwei deutsche Unternehmen in den Top20 weltweit
Forschungsausgaben: Amazon überholt Volkswagen

Volkswagen
VW investiert weiter auf hohem Niveau,
für einen weltweiten Spitzenplatz reicht es aber nicht mehr
Die US-Dominanz der ersten vier Ränge spiegelt sich auch beim Blick auf die Top 20 wider: Zusammen mit Microsoft, Apple, Oracle, Cisco und Neueinsteiger Facebook stellen sie 13 der 20 forschungsintensivsten Firmen weltweit und bauen ihre Vorreiterrolle weiter aus. Neben VW schafft es mit Daimler auf Platz 16 aus deutscher Sicht nur ein weiteres Unternehmen ins internationale Top-20-Ranking - deutsche Digitalunternehmen sucht man vergeblich. "Angesichts der massiven Investitionen der US-amerikanischen Digitalunternehmen muss Deutschland in diesem Bereich dringend aufholen", kommentiert Dr. Peter Gassmann, Chef von PwC Strategy& Europe.
In den deutschen Top 5 ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nichts: VW belegt mit seinem F&E-Budget von 12,2 Mrd. US-Dollar national weiterhin Platz eins vor Daimler (6,9 Mrd. US-Dollar), Siemens (5,5 Mrd. US-Dollar), Bayer (4,9 Mrd. US-Dollar) und BMW (4,5 Mrd. US-Dollar). Auf Rang sechs und Rang elf stehen mit SAP und Infineon wie schon 2016 zumindest zwei Digitalunternehmen in den deutschen Top 20.
Hohe F&E-Ausgaben garantieren jedoch keinen Platz im Ranking der als am innovativsten wahrgenommenen Unternehmen, wie eine parallel durchgeführte Manager-Umfrage zeigt: Nach Meinung der Befragten ist Alphabet der Konzern mit der größten Innovationskraft, womit die Google-Mutter erstmals Apple auf den zweiten Platz vor Amazon auf Platz drei verweist. Platz vier sichert sich Tesla, trotz seines im Vergleich zu den anderen großen Automobilkonzernen wesentlich geringeren F&E-Budgets. Im Ranking folgen Microsoft, Samsung, GE, Facebook und IBM. Neu auf Platz zehn ist die chinesische Unternehmensgruppe Alibaba. Weiterhin befindet sich kein europäisches Unternehmen unter den Top 10.
Mit einem Gesamtwert von rund 702 Mrd. US-Dollar erreichte das F&E-Niveau einen neuen Höchststand. 2016 waren es noch 680 Mrd. US-Dollar. Der Anteil der gesamten F&E-Ausgaben an den Gesamtumsätzen erreichte mit 4,5 Prozent ebenfalls ein Allzeithoch. Die Höhe der Investitionen sagt jedoch nichts aus über deren Erfolg aus. Gerade bei VW wird es spannend zu beobachten sein, ob sich die massiven Budgets für Elektromobilität rechnen werden.











