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Abkehr vom VW Passat B7
Bundestag: Chauffeurdienst kehrt zu Mercedes zurück
Laut Vertrag mit der Bundestagsverwaltung muss der Fahrdienstanbieter RocVin ständig 100 Limousinen der Oberen Mittelklasse für die Abgeordneten vorhalten, die maximal zwei Jahre alt sind. Welche Marken eingesetzt werden, legt der Vertrag nicht fest. Im Frühjahr 2014 hatte RocVin mit der Entscheidung für Aufsehen gesorgt, seinen Fuhrpark für den Bundestag nach vielen Jahren von Mercedes-Benz auf VW und Audi umzustellen.
Künftig stehen den Abgeordneten wieder 55 Mercedes-Limousinen für Fahrten innerhalb Berlins zur Verfügung: das Modell E200 Natural Gas Drive (NGD) mit Erdgasantrieb und die Dieselvariante E220 BlueTec. Für das Parlament wickelt RocVin mehr als 150.000 Fahraufträge mit rund 1,5 Millionen Kilometern pro Jahr ab.
Unter Abgeordneten heißt es laut Capital, viele Parlamentarier hätten den Passat - es handelt sich noch um das Vorgänger-Modell B7 - als "nicht repräsentativ genug" empfunden. Auf Anfrage der Zeitschrift begründete RocVin die Ausmusterung des mit Bio-Erdgas betriebenen Passat 1,4 Ecofuel ausschließlich mit wirtschaftlichen Motiven. Es habe keine Einflussnahme des Bundestags gegeben. Der aktuelle VW-Dieselskandal habe bei der Entscheidung ebenfalls keine Rolle gespielt. Auch die Bundestagsverwaltung betonte, das Parlament bestimme nicht, welche konkreten Marken und Modelle eingesetzt werden.
Nach Bekanntwerden der Abgasmanipulationen im VW-Konzern hatte RocVin prüfen lassen, ob auch die 45 Audi-Diesel (A6 2,0 TDI Ultra), die für den Bundestag eingesetzt werden, von der Betrugssoftware betroffen sind. Eine Einzelprüfung aller Fahrzeuge fiel allerdings negativ aus.











