archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Auto-Messe kämpft gegen Besucherschwund und Hersteller-Desinteresse
AMI Leipzig: Neuer Termin, verändertes Konzept

Messe Leipzig
Künftig im April:
Messe AMI in Leipzig
Die AMI, die seit 2010 nur noch in den geraden Jahren stattfindet, wird damit nur noch einen zeitlichen Abstand von etwa sieben Monaten zur IAA (ungerade Jahre) haben, aber nicht mehr in die Sommerferienzeit fallen und sich stärker vom Pariser Autosalon, der schon seit 1923 am ersten Donnerstag im Oktober öffnet (gerade Jahre), abgrenzen. Dagegen schrumpft der Abstand zum Genfer Salon (jährlich im März); wegen dieser Nähe war der Termin einst von April auf Juni verlegt worden.
Außerdem will die Messe mit einem überarbeiteten Konzept mehr Besucher locken. Der Erlebnischarakter soll dabei klar im Vordergrund stehen, heißt es, ein umfangreiches Angebot an vielfältigen und spannenden Aktionen werde den Besuchern zahlreiche Möglichkeiten bieten, die Welt der Fahrzeuge in allen Facetten zu erleben. Alternative Mobilitätskonzepte als zusätzlicher Schwerpunkt sollen das Spektrum erweitern. Die Projektdirektion der AMI ist mit der Messemanagerin Ulrike Lange neu aufgestellt worden. Sie leitete zuletzt unter anderem die "new mobility".
1991 startete in Leipzig die erste ostdeutsche Automesse nach der Wiedervereinigung unter dem Namen "Auto '91 - aber sicher". Fünf Jahre später erfolgte die Umbenennung in AMI Auto Mobil International. Als Eröffnungsveranstaltung für das neue Leipziger Messegelände setzte sie damals Rekordmarken. Seither habe sie sich bei Herstellern und Besuchern etabliert, erklärt der Veranstalter. Tatsächlich aber waren die Besucherzahlen nicht immer befriedigend, in diesem Jahr etwa sank der Wert um 44.000 auf 242.000. Auch blieben zum Teil namhafte Hersteller der Ausstellung fern. 1998 fand erstmals die AMITEC (Fachmesse für Fahrzeugteile, Werkstatt und Service) im Verbund mit der AMI statt, dies soll beibehalten werden.
Ideeller Träger der AMI ist der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK) in Bad Homburg v. d. H., während die IAA vom VDA (Verband der Automobilindustrie) veranstaltet wird.











