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Mixtur aus Selbstbau-Tank, Gartenschlauch, Rahmenbrüchen und unechten Slicks
Panorama: Mit dem Schrott-Gespann auf Auswanderungsfahrt
Der Anhänger selbst wies laut Polizei diverse Rahmenbrüche auf, welche nur laienhaft geschweißt wurden. Erschwerend kam hinzu, dass er überladen war und eine nicht zugelassene Zuggabel montiert hatte. Doch damit nicht genug: Von den insgesamt sechs Reifen des Anhängers waren fünf gänzlich ohne Profil und zusätzlich noch teilweise beschädigt.
Im Inneren des ehemaligen Wohnmobils hatte der 36-jährige einen eigens hergestellten Kraftstofftank verbotenerweise eingebaut. Von dem mit ca. 200 Litern Diesel gefüllten Tank wurde mittels Gartenschlauch eine Verbindung zum Fahrzeug hergestellt. Über dem Tank hatte der Mann ein Bettgestell befestigt, das als Schlafmöglichkeit dienen sollte.
Dem Fahrer wurde an Ort und Stelle die Weiterfahrt untersagt - der Anhänger sogar außer Betrieb gesetzt. Er muss mit jetzt mehreren Bußgeldverfahren wegen der zahlreichen Verstöße rechnen. Wohin und wie der Mann seine Fahrt fortsetzte, ist nicht überliefert. "Dieses Fahrzeuggespann ist wegen seiner gravierenden Mängel eine rollende Zeitbombe im Straßenverkehr", erklärte ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.
Kräfte der Regionalen Kontrollgruppe aus den Polizeiinspektionen Aurich/Wittmund, Emden/Leer, des Zolls, des Bundesamtes für Güterverkehr und der niederländischen Polizei hatten am am 20. März 2014 auf dem Parkplatz "Rheiderland" an der A 31 bei Weener mehr als 180 Fahrzeuge sowie über 200 Personen kontrolliert. Dabei stellten sie über 100 Verstöße fest. Schwerpunkte der Kontrollen waren die Überwachung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Bei den Lkw-Transporten mussten die Einsatzkräfte in 18 Fällen die Weiterfahrt untersagen.












