archivmeldung Lesezeit ~ 3 Minuten
Persönliche Erklärung von Peter Meyer / SZ: Chefs widersprechen sich
ADAC-Präsident kündigt Reformen an (aktualisiert)

ADAC
"Persönliche Erklärung":
ADAC-Präsident Peter Meyer
Mit großer Sorge nehme ich als Präsident die aktuelle öffentliche Kritik am ADAC wahr und bedauere dies zutiefst, zumal der ADAC bislang als
eine der vertrauenswürdigsten Organisationen Deutschlands galt. Wir nehmen diese Kritik sehr ernst - auch wenn diese manchmal sehr pauschal war.
Unabhängig davon ist es jetzt für uns das oberste Gebot, das verlorene Vertrauen in den ADAC zurückzugewinnen. Unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sind heute und in Zukunft rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr für unsere knapp 19 Millionen Mitglieder im Einsatz.
Was ich als Präsident aus der Kritik der letzten Tage ableite ist ein Arbeitsauftrag, der ganz klar in Richtung mehr Transparenz, bessere Nachvollziehbarkeit von öffentlichen Aussagen und direktere Mitgliedereinbindung geht. Dass der ADAC vorrangig ein leistungsstarker Automobilclub sein muss, der für die Interessen einer Mitglieder eintritt, gleichzeitig aber auch ein erfolgreiches, unabhängiges Wirtschaftsunternehmen, ist für uns unabdingbar - muss aber ebenfalls in Zukunft noch transparenter und nachvollziehbarer ausgestaltet werden.
Das ADAC Präsidium hat die ADAC Geschäftsführung mit der umfassenden Aufklärung aller Vorwürfe rund um manipulierte Auswertungen im Zusammenhang mit der Wahl des Lieblingsautos der Deutschen beauftragt. Personelle Konsequenzen wurden sofort gezogen. Wir lernen aus diesem bedauernswerten Vorfall. Ich werde dem höchsten Gremium des ADAC, der Hauptversammlung im Mai 2014 in Saarbrücken, Vorschläge unterbreiten, die dauerhaft für mehr Offenheit, höhere Transparenz und direktere Mitgliedereinbindung sorgen sollen.
Für diesen Prozess brauchen und nehmen wir uns die erforderliche Zeit, Gründlichkeit, Sorgfalt und sicherlich auch externen Rat, um auf die berechtigten Kritikpunkte der öffentlichen Diskussion angemessen zu reagieren.
Unterdessen berichtet
die Süddeutsche Zeitung, die den Skandal ins Rollen gebracht hatte und vom ADAC noch während der Preisverleihung in München übel beschimpft wurde, über
weitere Ungereimtheiten. Unklar ist demnach, wann ADAC-Geschäftsführer Dr. Karl Obermair die interne Untersuchung tatsächlich eingeleitet hat und wann er und
Meyer mit dem geschassten Michael Ramstetter als bislang einzigem offiziellen Sündenbock über die Manipulationen erstmals gesprochen haben - weil beide
insoweit warum auch immer Gegensätzliches erklärt haben.
Was ich als Präsident aus der Kritik der letzten Tage ableite ist ein Arbeitsauftrag, der ganz klar in Richtung mehr Transparenz, bessere Nachvollziehbarkeit von öffentlichen Aussagen und direktere Mitgliedereinbindung geht. Dass der ADAC vorrangig ein leistungsstarker Automobilclub sein muss, der für die Interessen einer Mitglieder eintritt, gleichzeitig aber auch ein erfolgreiches, unabhängiges Wirtschaftsunternehmen, ist für uns unabdingbar - muss aber ebenfalls in Zukunft noch transparenter und nachvollziehbarer ausgestaltet werden.
Das ADAC Präsidium hat die ADAC Geschäftsführung mit der umfassenden Aufklärung aller Vorwürfe rund um manipulierte Auswertungen im Zusammenhang mit der Wahl des Lieblingsautos der Deutschen beauftragt. Personelle Konsequenzen wurden sofort gezogen. Wir lernen aus diesem bedauernswerten Vorfall. Ich werde dem höchsten Gremium des ADAC, der Hauptversammlung im Mai 2014 in Saarbrücken, Vorschläge unterbreiten, die dauerhaft für mehr Offenheit, höhere Transparenz und direktere Mitgliedereinbindung sorgen sollen.
Für diesen Prozess brauchen und nehmen wir uns die erforderliche Zeit, Gründlichkeit, Sorgfalt und sicherlich auch externen Rat, um auf die berechtigten Kritikpunkte der öffentlichen Diskussion angemessen zu reagieren.
Nachtrag, 23.01.: Das Krisenmanagement des ADAC ist an Merkwürdigkeit kaum zu überbieten. So hatte die Pressestelle die oben zitierte Erklärung am
frühen Mittag des 22.01. an die Medien mit dem Hinweis verschickt, sie würde "in Kürze" auch auf dem Youtube-Channel des Clubs als Video veröffentlicht.
Tatsächlich aber dauerte es bis zum Abend - vor allem aber sind die Erklärungen nicht mal im Ansatz identisch. Im Video entschuldigt sich Meyer für die
durch den "Fehler eines Einzelnen" entstandene "Verunsicherung", bittet die Mitglieder um Vertrauen - und betreibt im übrigen nur langatmige Eigenwerbung
für seinen Club. Von Pannenhilfe über Rettungshubschrauber bis zu Kinder-Warnwesten zählt Meyer diverse (fraglose positive) Engagements auf und - besonders
unglücklich in der aktuellen Situation - garniert sie mit Zahlen. Während von "erstklassiger Beratung und Betreuung" und "excellenten Leistungen" die Rede
ist, kommen die in der schriftlichen Erklärung enthaltenen Begriffe wie "Aufklärung", "Transparenz" oder "Mitgliedereinbindung" im Video dagegen nicht vor.
Kurz nach Veröffentlichung dieses Nachtrags war das Video von der ADAC-Youtube-Seite verschwunden, aber noch direkt aufrufbar. Am 24.01. war es vollständig gelöscht.
Kurz nach Veröffentlichung dieses Nachtrags war das Video von der ADAC-Youtube-Seite verschwunden, aber noch direkt aufrufbar. Am 24.01. war es vollständig gelöscht.











