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7 Prozent weniger Verkehrstote / Zahlen und Tendenzen in der Übersicht
Unfallstatistik Juni 2013: Guter Abschluss eines guten Halbjahres
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| 7 Prozent weniger | DVR |
| Verkehrstote im Juni 2013 | |
Insgesamt nahm die Polizei bis Ende Juni dieses Jahres rund 1,15 Millionen Unfälle auf, 1,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Während sich die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 9,4 Prozent auf 129.900 deutlich verringerte, gab es bei den reinen Sachschaden-Crashs nur einen leichten Rückgang um 0,4 Prozent auf 1,02 Millionen.
Bei den Todesopfern melden zwölf Bundesländer eine positive Entwicklung. In absoluten Zahlen führend war Niedersachsen mit 64 Getöteten weniger als im Vorjahreszeitraum; prozentual liegen Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen vorne. In Sachsen-Anhalt, dem Saarland und Brandenburg stieg der Blutzoll dagegen an, in Berlin stagnierte er.
Nach den bereits vorliegenden detaillierteren Daten aus den ersten fünf Monaten 2013 fällt vor allem der Rückgang um fast ein Viertel bei den getöteten Motorradfahrern (inkl. Mitfahrer) auf. Das schlechte Wetter alleine kann hierfür nicht verantwortlich sein, war die Zahl doch bereits im Vorjahr stark zurückgegangen.
Bezogen auf eine Million Einwohner kamen im ersten Halbjahr 2013 in Deutschland durchschnittlich 18 Verkehrsteilnehmer ums Leben. Das größte Risiko eines tödlichen Unfalls besteht in Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit jeweils 30 Getöteten je eine Million Einwohner.
Noch ein Blick auf den Juni: Die Zahl der Unfälle blieb mit 203.300 fast konstant. Dabei ging die Zahl der Sachschaden-Unfälle um 0,7 % auf rund 173.600 zurück, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stieg hingegen um 4,3 Prozent auf 29.600 an. In der Folge ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Verletzten, und zwar um 5,1 Prozent auf 37.600. Entgegen dieser Entwicklung gab es erfreulicherweise auch im Juni 2013 weniger tödlich Verletzte als im Vorjahr: ihre Zahl sank um 7,2 Prozent auf 310.
Grundsätze der Unfallstatistik
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich
gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert,
so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten
vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige
Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass
der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen
Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.
Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.












