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Sogenannte Blow-ups sorgen bereits für erstes Todesopfer
Gefährliche Hitzeschäden auf Autobahnen im Süden
Aufgrund der Schäden haben sich bereits einige schwere Unfälle ereignet. Auf der A93 bei Abensberg fuhr ein 59 Jahre alter Motorradfahrer über eine halbmeterhohe Aufwölbung. Er stürzte und verletzte sich so schwer, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Zuvor waren mehrere Autos über die Sprungschanze gefahren, dabei gab es Verletzte.
Autofahrer sollten vor diesem Hintergrund derzeit besonders vorausschauend und langsam fahren. Stellenweise sind temporäre Tempolimits von 80 km/h angeordnet, die im eigenen Interesse befolgt werden sollten.
Insgesamt sind in Deutschland rund 70 Prozent der Autobahnen aus Asphalt gebaut, etwa 30 Prozent sind Betonfahrbahnen. Probleme gibt es vor allem an älteren Strecken aus Beton. Die dort verbauten Betonplatten dehnen sich bei Hitze aus. Wenn die Platten aneinander stoßen, entstehen starke Druckspannungen, die sich vor allem an Schwachstellen nicht mehr gleichmäßig verteilen können. Dadurch können sich die Betonplatten regelrecht aufstellen, es bilden sich vor allem bei länger andauernden Hitzeperioden die gefürchteten Blow-ups.
Der ADAC weist darauf hin, dass bei Unfällen oder Schäden am Fahrzeug durch "Blow-ups" der Geschädigte nachweisen muss, dass die zuständige Autobahnmeisterei ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist. Dies dürfte angesichts der häufig spontan auftretenden Aufwölbungen sehr schwierig sein. Deswegen bleibt nur das vorsichtige und langsame Fahren. Schäden sollten unverzüglich gemeldet werden.











