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Radarüberwachung und Überholspuren sehr wirksam
Studie: Landstraßen-Sicherheit leicht optimierbar
Die meisten schweren Unfälle auf zweistreifigen Außerortsstraßen sind auf einen Kontrollverlust über das Fahrzeug oder auf Fehler im Zuge von Überholvorgängen zurückzuführen. Deshalb wurden im Rahmen des Forschungsprojekts "Verbesserung der Verkehrssicherheit auf einbahnig zweistreifigen Außerortsstraßen (AOSI)" kurz- und mittelfristig umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf diesen Straßen entwickelt und in einem Großversuch auf ihre Wirksamkeit untersucht.
Um den Kontrollverlust über das Fahrzeug vorzubeugen, wurden fünf Untersuchungsstrecken mit ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen ausgestattet. Zur Vermeidung von Unfällen bei Überholvorgängen wurden auf weiteren fünf Untersuchungsstrecken zusätzliche Überholfahrstreifen angefügt und deren Wirkung in Kombination mit einem Überholverbot in den dazwischen liegenden zweistreifigen Abschnitten überprüft.
Die Forscher betrachteten das Unfallgeschehen über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren vor und nach Umsetzung der Maßnahmen, erfassten den Verkehrsablauf, die Fahrgeschwindigkeiten und das Fahrverhalten. Im Ergebnis konnte die Anzahl der Unfälle auf den Untersuchungsstrecken, die vorher sehr unfallbelastet waren, durch den Einsatz der Überwachungsanlagen um bis zu 52 Prozent und durch die Überholspuren sogar um bis zu 64 Prozent gesenkt werden. Eine parallel durchgeführte Akzeptanzuntersuchung zeigte, dass die Mehrheit der befragten Verkehrsteilnehmer trotz anfänglicher Skepsis mit solchen Maßnahmen einverstanden ist.











