archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Sicherheits-System auf dem Vormarsch / Verdoppelung bereits für 2003 erwartet
Fünf Millionen ESP-Systeme von Bosch seit 1995
Der Nutzen des ESP wird mittlerweile von immer mehr Kunden und auch Fahrzeugherstellern geschätzt: Das System erkennt anhand der Informationen mehrerer Sensoren beginnende Schleuderbewegungen des Fahrzeugs und wirkt diesen aktiv entgegen. Befehle an das Motormanagement und gezieltes, selbstständiges Abbremsen einzelner oder mehrerer Räder tragen wesentlich zur Stabilisierung des Wagens bei. Droht beispielsweise ein an den Hinterrädern angetriebenes Fahrzeug mit dem Heck auszubrechen, also zu Übersteuern, reduziert ESP das Motormoment und bremst einzelne oder mehrere Räder mit unterschiedlich starken, genau dosierten Drücken ab. So hilft das Elektronische Stabilitäts-Programm, das Fahrzeug in der gewünschten Spur zu halten. Das Antiblockiersystem ABS und die Antriebsschlupfregelung ASR sind bekannte Teilfunktionen des ESP.
Die ESP-Systeme von Bosch beherrschen noch weitere Funktionen. Die Cornering Brake Control beispielsweise optimiert den Bremsdruck der inneren und äußeren Räder bei Kurvenfahrt und erhöht so die Spurtreue bereits beim normalen Bremsen. Der Bremsassistent lässt sich ebenfalls auf einfache Weise realisieren. Er erkennt einen schnellen, aber zaghaften Tritt aufs Bremspedal als Notbremsung und erhöht den Bremsdruck automatisch bis in den ABS-Regelbereich. Das kann den Bremsweg um entscheidende Meter verkürzen.
Auch in den nächsten Jahren steigen die geplanten Verkaufszahlen weiter kräftig an. Benötigte Bosch zur Fertigung der ersten fünf Millionen Stück knapp sechs Jahre, wird die 10-Millionen-Marke voraussichtlich schon Mitte 2003 erreicht werden.











