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Samstag, 28. Februar 2026

Limousine u.a. mit SBC-Bremssystem, Luftfederung und neuen CDI-Motoren

Vorstellung: Die neue Mercedes E-Klasse (W211)

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Mercedes E-Klasse
© DaimlerChrysler AG
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Eigentlich sollte die neue E-Klasse von Mercedes ja erst im Juni vorgestellt werden, doch nachdem im vergangenen Herbst bereits ungetarnte Modelle bei Filmaufnahmen in New York City entdeckt wurden (Autokiste berichtete) und die Verkaufszahlen des aktuellen Modells nicht zuletzt dadurch deutlich zurückgingen, haben die Schwaben den Zeitplan gestrafft. Prof. Jürgen Hubbert, im Vorstand der DaimlerChrysler AG zuständig für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Pkw und Smart, präsentierte mit seinen Kollegen Dr. Joachim Schmidt, Dr. Hans-Joachim Schöpf und Helmut Petri heute um 12 Uhr die neue E-Klasse auf der Brüssel Motor Show 2002.

Die neue Generation löst ein erfolgreiches Vorgängermodell ab, das mit einem durchschnittlichen Absatz von über 200.000 Fahrzeugen pro Jahr die meistverkaufte Oberklasse-Limousine der Welt ist. Der Anteil der E-Klasse an diesem Marktsegment beträgt durchschnittlich 24 Prozent - in manchen Ländern sogar über 40 Prozent. Seit 1995 hat DaimlerChrysler rund 1,4 Millionen Limousinen der E-Klasse (Modellreihe W 210) produziert. Die neue Limousine soll nun - nach einer Entwicklungszeit von nur 48 Monaten und Investitionen von insgesamt über zwei Milliarden Euro - mit einer Vielzahl technischer Innovationen neue Standards auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit, des Komforts und der Fahrdynamik setzen und so die Erfolgsgeschichte der E-Klasse fortschreiben.

Extra: Die ersten offiziellen E-Klasse-Bilder in unserer Fotoserie »

Ebenso wie beim erfolgreichen Vorgängermodell will die Stuttgarter Automarke auch mit der neuen E-Klasse ihre weltweite Technologieführerschaft demonstrieren. Die Limousine definiere abermals die Standards in der automobilen Oberklasse, so das Unternehmen selbstbewusst, und solle in allen wichtigen Entwicklungsdisziplinen eine Vorbildfunktion übernehmen. Zukunftsweisende Innovationen, die weltweit keine andere Automobilmarke bietet, gehen mit der neuen E-Klasse in Serie oder sind erstmals in dieser Fahrzeugklasse lieferbar. Ein Beispiel hierfür ist das von Mercedes-Benz entwickelte elektrohydraulische Bremssystem "Sensotronic Brake Control" (SBC), das zur Serienausstattung der neuen E-Klasse gehört. Weltpremiere im Automobilbau feiern auch ein neuartiger fahrdynamischer Multikontursitz, der sich automatisch der jeweiligen Fahrsituation anpasst, und die weiterentwickelte Luftfederung AIRMATIC DC (Dual Control) für vorbildlichen Fahrkomfort.

Doch zunächst ein Blick aufs Design: Mercedes-Puristen alten Schlages dürfen aufatmen: "dezente rote Streifen" (wie jüngst beim neuen A-Klasse Topmodell) sind nicht zu sehen, dafür allerdings leider weiterhin die schon beim Vorgänger ungeliebten (weil auch nicht abbestellbaren oder entfernbaren) Plaketten mit Schriftzügen in der Schutzleiste am vorderen Kotflügel. Komisch, dass Mercedes diese Unart, die andere Hersteller in früheren Jahrzehnten erfanden, aber längst wieder aufgegeben haben, weiter pflegt, war sie doch für manch potentiellen Kunden schon Grund genug, sich den Vorgänger nicht zu kaufen. - Das Design der neuen E-Klasse setzt die Linienführung des Vorgängermodells fort und betont mehr denn je den dynamischen Charakter der Limousine - ohne allerdings zu sehr auffallen zu wollen. Das markante Vier-Augen-Gesicht, mit dem die E-Klasse erstmals 1995 Zeichen setzte und einen Design-Trend initiierte, dem heute viele andere Hersteller (u.a. Volkswagen) folgen, zeigt sich mit leicht schräg gestellten Doppelscheinwerfern und Klarglas-Optik in nochmals neuer Interpretation und prägt das progressiv-dynamische Erscheinungsbild der Frontpartie. Die gleiche Botschaft vermittelt die Seitenansicht: typisch E-Klasse, aber mit neuer, unverkennbarer Sportlichkeit und Eleganz. Die Rückleuchten kennt man prinzipiell bereits von C- und S-Klasse, sie wurden hier aber jedenfalls in der seitlichen Betrachtung mit einem kecken Ausläufer versehen. Das Nummernschild ist angenehmerweise nicht wie beim kleineren Bruder C-Klasse in einer extra Einfassung montiert. Die Bremsleuchte dagegen sitzt auch hier jetzt auf dem Kofferraumabschluss und lässt den Stern etwas gequetscht wirken. Insgesamt wirkt der Neue gegenüber seinem Vorgänger noch einen Schuss sportlicher, aber auch eleganter, insgesamt homogener.

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E-Klasse im Windkanal: © DaimlerChrysler AG
cw-Wert von 0,26
Ihren dynamischen Charakter will die neue E-Klasse durch vorbildliche Agilität, sportwagenähnliches Handling und perfektes Kurvenverhalten unter Beweis stellen. Eine neu entwickelte Vierlenker-Vorderachse und eine größtenteils aus Aluminium hergestellte Raumlenker-Hinterachse schaffen dafür die technischen Voraussetzungen. Gleichzeitig bieten das serienmäßige, elektrohydraulisch gesteuerte Bremssystem Sensotronic Brake Control (SBC) und natürlich ESP ein Maximum an Fahrsicherheit. SBC feierte vor wenigen Monaten im SL-Sportwagen von Mercedes-Benz Weltpremiere und geht jetzt an Bord der neuen E-Klasse erstmals in Großserie.

Den Fahrkomfort steigert Mercedes-Benz durch das ebenfalls neuartige Luftfedersystem AIRMATIC DC (Dual Control), das mittels moderner Mikro-Elektronik gleichzeitig Federung und Dämpfung steuert. Sensoren überwachen Fahrbahnzustand, Fahrweise und Beladung der Limousine, so dass die AIRMATIC DC stets die optimale Stoßdämpferkraft und Federrate einstellt. Damit löst das System den bisherigen Zielkonflikt bei der Fahrwerksabstimmung zwischen perfektem Komfort und hoher Fahrdynamik - und erfüllt auf diese Weise die unterschiedlichsten Kundenwünsche. Die Luftfederung gehört zur Serienausstattung des V8-Topmodells E 500 und ist auf Wunsch für alle Modelle der neuen E-Klasse lieferbar.

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Auch die Insassensicherheit wurde durch den Einsatz neu entwickelter, intelligenter Rückhaltesysteme, die sich der jeweiligen Insassen- und Unfallsituation anpassen, weiter perfektioniert: So ist die neue E-Klasse neben adaptiven Front-Airbags erstmals auch mit zweistufigen Gurtkraftbegrenzern und mit einer automatischen Gewichtsklassifizierung des Beifahrers ausgestattet. In Kombination mit zusätzlichen Crash-Sensoren ermöglichen diese Systeme einen noch präziseren, auf das tatsächliche Unfallgeschehen abgestimmten Insassenschutz. Sidebags für die Frontpassagiere, großflächige Windowbags, Leistungsgurtstraffer, automatische Kindersitzerkennung und Überschlagsensor sind weitere Komponenten der serienmäßigen Sicherheitsausstattung. Im Vergleich zum Vorgängermodell zeichnet sich die Karosseriestruktur der neuen E-Klasse durch noch größere Verformungszonen im Frontbereich aus. Sie ermöglichen beim Aufprall eine noch bessere Energieaufnahme, so dass die Fahrgastzelle selbst bei schweren Kollisionen weitgehend unbeschädigt bleiben soll. Der Anteil hochfester Blechlegierungen, die bei einem Minimum an Gewicht ein Maximum an Sicherheit bieten, wurde fast verdoppelt: Motorhaube, vordere Kotflügel, Kofferraumdeckel sowie das Front- und Heckmodul sind aus Aluminium gefertigt.

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Mercedes E-Klasse
© DaimlerChrysler AG
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Für die neue Mercedes-Limousine stehen zunächst fünf Motoren zur Auswahl - drei Benziner mit sechs und acht Zylindern und einem Leistungsspektrum von 130 kW/177 PS bis 225 kW/306 PS sowie zwei CDI-Triebwerke mit vier und fünf Zylindern und einer Leistung von 110 kW/150 PS bis 130 kW/177 PS. Gegenüber dem Vorgängermodell soll sich der Kraftstoffverbrauch der neuen E-Klasse um bis zu 0,9 Liter je 100 Kilometer verringern.

Das maximale Drehmoment der Dieselmotoren stieg um bis zu acht Prozent; es erreicht beim vorläufigen Spitzenmodell E 270 CDI mit 425 Newtonmetern einen neuen Höchstwert. Die Diesel-Direkteinspritzer zählen zur zweiten Generation der CDI-Motoren und zeichnen sich durch eine Reihe technischer Innovationen aus. Den Vierzylinder des E 220 CDI rüsten die Stuttgarter erstmals mit zwei Ausgleichswellen aus und erzielen dadurch ein beachtliches Plus an Geräusch- und Schwingungskomfort. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Motorenpalette der E-Klasse durch ein neues Vierzylinder-Benzintriebwerk mit Kompressor sowie weitere CDI-Motoren mit vier (E200 CDI), sechs (E 320 CDI; der Motor wird derzeit von Reihen- auf V-Bauweise umgestellt) und acht Zylindern (der aus S-, G- und ML-Klasse bekannte bärenstarke 400 CDI) ergänzt.

Noch ein Blick ins Interieur: Man habe hier mit "viel Liebe zum Detail und höchster Präzision" ein komfortables Ambiente entwickelt, das durch Einsatz hochwertiger Materialien Mercedes-typische Qualität und Wertanmutung garantiert. Nach den ersten Bildern zu urteilen ist damit tatsächlich die ehemals Mercedes-typische Wertanmutung gemeint, und nicht jene aus A- oder C-Klasse, die trotz vielfältiger Kritik noch immer nicht dem Anspruch der Marke entsprechen. Für perfekten Langstreckenkomfort sorgen eine serienmäßige Klimatisierungsautomatik, neu entwickelte Sitze und moderne Assistenz-Systeme. Auf Wunsch lieferbar ist erstmals die eine Vier-Zonen-Klimaanlage namens "THERMOTRONIC", deren Mikro-Computer die Temperatur nicht für für Fahrer und Beifahrer (übrigens auch eine Erfindung von Mercedes, bereits aus den 70er Jahren), sondern auch für die Mitfahrer auf den äußeren Sitzplätzen im Fond individuell ermittelt und dosiert.

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Für Autofahrer, die sich auch in puncto Sitzkomfort noch mehr Individualität wünschen, hat Mercedes als Weltneuheit den fahrdynamischen Multikontursitz entwickelt. Er ist mit mehreren Luftkammern ausgestattet, die sich je nach Fahrsituation automatisch füllen oder leeren, um Fahrer und Beifahrer in Kurven perfekten Seitenhalt zu bieten. Ob das nur eine Spielerei ist oder wirklich zum Fahrkomfort beiträgt, bleibt abzuwarten. Erstmals lieferbar in der E-Klasse sind eine geteilt umklappbare Rücksitzbank inkl. Durchladeeinrichtung und eine nach vorne umklappbare Rücksitzlehne des Beifahrersitzes für den Transport besonders langer Gegenstände (siehe Fotoserie).

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Designkritik an einem ersten © DaimlerChrysler AG
kleinen Modell
Wie bereits beim Vorgänger sind drei eigenständige Design- und Ausstattungs-LInien lieferbar: "Classic", "Elegance" und "Avantgarde". Bereits das Basismodell Classic geht serienmäßig mit Autoradio, Klimatisierungsautomatik, SBC, Leichtmetallrädern sowie einer Vielzahl anderer Sicherheits- und Komfortdetails an den Start. Die Line Avantgarde setzt durch eigenständige, dynamisch gestaltete Stoßfänger und Seitenschweller sowie durch eine Stoff-Leder-Polsterung und Cockpit-Instrumente mit weißen Zifferblättern mehr denn je auf eine individuelle Erscheinung. Bei diesem Modell gehören außerdem Bi-Xenon-Scheinwerfer zur Serienausstattung.

Aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation sind in der E-Klasse die neuesten technischen Innovationen lieferbar. Das Autoradio Audio 50 APS sowie das Bedien- und Anzeigesystem COMAND APS (lieferbar ab dem viertem Quartal 2002) - beide mit integriertem Navigationsrechner - zeichnen sich durch grafikfähige Farbdisplays aus, auf denen in Verbindung mit einem fest installierten Autotelefon unter anderem auch SMS-Nachrichten, E-Mails und die Online-Dienste des Mercedes-Benz Portals erscheinen. Die Sprachbedienung "LINGUATRONIC" steuert an Bord der neuen E-Klasse erstmals auch das Navigationssystem.

Mitte März 2002 wird sich die neue Baureihe europaweit bei den Niederlassungen und Vertriebspartnern von Mercedes-Benz vorstellen; Preise wurden bislang nicht bekannt.
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