archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
TÜV Nord zieht Bilanz einer Testaktion / Keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr
Jedes siebte Fahrzeug hat Mängel an Stoßdämpfern
![]() | ||
| Wichtig für die Sicherheit: | © ZDK/GP | Regelmäßiger Stoßdämpfer-Check |
Alte, beanspruchte Stoßdämpfer können für Insassen eines Fahrzeugs gefährlich werden. Daher empfehlen die TÜV-Fachleute regelmäßige Stoßdämpfer-Tests. Je älter die Fahrzeuge sind, desto eher verlieren Räder auf unebener Fahrbahn den Kontakt zur Straße - Bremsen und Lenken ist nur noch eingeschränkt möglich.
Stoßdämpfer haben in Fahrzeugen die Aufgabe, unerwünschte Bewegungen um die Hoch-, Längs- und Querachse eines Fahrzeugs wirkungsvoll abzubauen. Nach Überfahren von Bodenwellen reduzieren leistungsfähige Stoßdämpfer die auftretenden Schwingungen, sie sorgen so für Fahrkomfort und Sicherheit. "Drei Faktoren sind wichtig, wenn es um die Beurteilung von Stoßdämpfern geht", sagt Fahrzeug-Fachmann Roger Eggers von der TÜV Nord Straßenverkehr GmbH. "Erstens sollen Räder nicht den Bodenkontakt verlieren, wenn es über unebene Fahrbahnen geht, zweitens muss gewährleistet sein, dasss auch die Kurvenstabilität erhalten bleibt, und drittens schließlich müssen Brems- und Lenksicherheit gewährleistet sein. Das alles aber funktioniert nicht mehr besonders gut bei alten und stark beanspruchten Stoßdämpfern." Denn: Stoßdämpfer verschleißen im täglichen Einsatz. Folge: Räder hüpfen auf der Fahrbahn, die Bodenhaftung der Reifen ist vermindert; Konsequenz sind längere Bremswege, schlechtere Kurvenstabilität und erhöhter Reifenverschleiß. Für moderne elektronische Komponenten wie ABS und ESP ist die Wirksamkeit der Stoßdämpfer von entscheidender Bedeutung, da die zugehörigen Sensoren exakt geführte Räder benötigen. In Fahrzeugen mit ABS führen defekte Stoßdämpfer auf schlechten Straßen zu erheblich längeren Bremswegen.
Stoßdämpfer-Test führen neben dem TÜV auch Werkstätten und der ADAC durch.












