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Gericht: Versicherung ist leistungsfrei
Zur Frage der Versicherungshaftung bei Unfallflucht wegen wochenlangen Unfallschocks
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Bei einem Wettrennen zwischen einem Autofahrer und einem anderen Verkehrsteilnehmer kam es zu einem Unfall des einen Renn-Teilnehmers mit einem am Renngeschehen unbeteiligten Dritten. Der Rennfahrer machte sich kurzerhand aus dem Staub. Erst nach Wochen meldete sich der Unfallflüchtige, so dasss es nur sehr verzögert zu einer Aufklärung des Unfalls kam. Gegenüber der Versicherung erklärte der Fahrer, er habe einen Unfallschock erlitten und sich deswegen vom Unfallort entfernt. Als die Assekuranz nicht zahlen wollte, ging die Sache vor Gericht.
Doch auch die Richter des Oberlandesgerichts Frankfurt waren der Meinung, dasss die Versicherung für die Schäden nicht aufzukommen habe. Ein Unfallschock, der so heftig sei, dasss er ein Entfernen vom Unfallort rechtfertigen könne, sei nur unter außergewöhnlichen Umständen anzunehmen. Auch klinge ein solcher Schock binnen kurzer Zeit wieder ab. Jedenfalls entschuldige er nicht, dasss der unfallflüchtige Autofahrer wochenlang seiner Verpflichtung zur Aufklärung des Unfallgeschehens nicht nachgekommen sei. Überdies falle ihm durch die Teilnahme an dem Rennen ein erhebliches Verschulden zur Last. Die Versicherung habe zu Recht die Zahlung verweigert, so die Richter (Urteil vom 24.01.2001,












