archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Testlauf am europaweiten Aktionstag am 22. September?
VCD will Autoclubs für autofreie Sonntage zusammenführen
Trotz unterschiedlicher Meinung von Autoclubs und VCD in vielen verkehrspolitischen Fragen appellierte der Umweltverband an die gemeinsame "Verantwortung für ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen". Zwar setze sich der Verband im Interesse der Umwelt "für berechenbare und überschaubare Schritte bei der Mineralölbesteuerung" ein, doch sei die Preistreiberei der Mineralölkonzerne in den letzten Wochen nicht akzeptabel. Das beste Mittel, um sowohl Zwangsmaßnahmen wie zu Zeiten der Ölkrise in den 70er Jahren als auch starke Preissprünge in Zukunft zu vermeiden, sei die frühzeitige und kontinuierliche Drosselung des Benzinverbrauchs. "Dies kann am schnellsten über Verhaltensänderungen geschehen, macht doch der Freizeitverkehr inzwischen den größten Anteil aller im Pkw zurückgelegten Kilometer aus", betonte die Vorsitzende.
In diesem Sinne forderte der VCD die Autoclubs auf, sich der bereits gestarteten Kampagne für den europaweiten Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto" am 22. September anzuschließen, der im letzten Jahr erstmalig von der EU-Kommission ausgerufen wurde. Der Tag hatte seinen Ausgangspunkt 1998 in Frankreich, wurde 1999 auf Italien und Spanien ausgeweitet und dort mit großem Erfolg durchgeführt. Die italienische Bevölkerung unterstützt zu 85 Prozent regelmäßige autofreie Sonntage, bei denen die Innenstädte für den Autoverkehr gesperrt werden. Beim Aktionstag am 22. September soll die Lebensqualität in den Städten und der Spaß an der Erprobung neuer Mobilitätsformen im Vordergrund stehen. Daran anknüpfend, so die Vorstellungen, könnte auch in Deutschland wie in Frankreich und Italien sogar mehrmals im Jahr ein autofreier Sonntag ausgerufen werden.











