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TÜV-Mediziner: Beste Temperatur ist 20 Grad
Überheiztes Auto macht müde und krank
Die Füße schlottern beim Tritt auf Gas oder Bremse, die Hände zittern am Lenkrad - dank Autoheizung muss selbst bei sibirischer Kälte niemand seinen Wagen unter solchen Bedingungen über die Straßen lenken. "Reaktion und Aufmerksamkeit sind in einem geheizten Fahrzeug natürlich grundsätzlich besser", stellt Dr. Huth fest, der das Medizinisch-Psychologische Institut Nürnberg des TÜV Süddeutschland leitet. Wie bei allen technischen Errungenschaften gelte aber auch bei der Autoheizung: Auf den richtigen Einsatz kommt es an. Dies gilt insbesondere bei manuellen Systemen, die je nach Motor- und Innentemperatur nachgeregelt werden müssen.
Wer das Thermometer zu arg nach oben treibt, kann am Steuer eher vom gefährlichen Sekundenschlaf ereilt werden. Außerdem steigen die "Chancen" auf eine Erkältung. "Die Faustregel heißt auch im Winter: Den Temperatur-Unterschied zwischen drinnen und draußen möglichst gering halten", sagt Dr. Otmar Huth. Angenehme Arbeitstemperatur am Steuer - diesen Aspekt sieht wohl jeder anders. "Das richtige Maß liegt bei etwa 20 Grad. Und zwar möglichst von Anfang an. Das Auto also vorheizen!", merkt der TÜV-Mediziner an. Und er rät den Autofahrern zudem, auf die Ausrichtung des Gebläses zu achten. Der Luftstrom dürfe nicht aufs Gesicht gerichtet werden. Im Extremfall könnten nämlich trockene Augen oder sogar eine Bindehautreizung die Folge sein - beides schmälert die Aufmerksamkeit am Steuer.
Ideale Temperaturen hin, richtig eingestelltes Gebläse her. Bei längeren Fahrten muss nach zwei Stunden eine Pause drin sein. Gestärkt von der frischen Luft geht es dann zurück an den (nicht allzu) warmen Platz hinterm Steuer.











