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Samstag, 9. Dezember 2023,
Neue Design- und Technikdetails für den Kleinstwagen

Hyundai i10: Kleines Facelift für den Kleinsten

Dreieinhalb Jahre nach dem Start frischt Hyundai seinen Kleinsten auf. Die Änderungen beim i10 fallen nicht allzu groß aus, dürften das Auto aber an der Spitze seiner Klasse halten.
Hyundai
Kleines Update für die
Kleinsten: Facelift für den Hyundai i10
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Der Hyundai i10 ist, sieht man vom elektrischen Fiat 500 und dem Kia-Schwestermodell ab, das wohl beste Angebot im aussterbenden Kleinstwagen-Segment. Das liegt nicht nur daran, dass er kaum noch aktuelle Konkurrenz hat, seit VW beschlossen hat, sich um den Up so wenig zu kümmern wie um den Touran, sondern auch an einem stimmigen Gesamtpaket: Das Auto war schon in der Vorgängergeneration mit viel Detailliebe gemacht, und es gefällt nach wie vor mit einem erwachsenen Konzept und einer stimmigen Designsprache.

Umso mehr verwundert es, dass der Autobauer zum jetzt anstehenden Facelift so viel Merkwürdigkeiten mitteilt: "Der Hyundai i10 wirkt jetzt dank des niedrigen Dachs und des langen Radstands sportlicher", schreibt die PR-Abteilung ernsthaft, das Tagfahrlicht sei "nun" im Kühlergrill integriert und das Kofferraumvolumen unverändert. Das schreiben viele Medien so ab, tatsächlich ändert sich bei einer Modellpflege aber natürlich weder die Dachhöhe noch der Radstand noch der Gepäckraum, und das Tagfahrlicht war schon zuvor im Kühlergrill beheimatet.

Anstelle des Sieben-Punkt-Kreisdesigns strahlt das Tagfahrlicht jetzt aber aus vier Segmenten, die angelehnt an den Tucson in den Waben des Kühlergrills eingelassen sind. Dazu kommt ein neues Innenleben der Hauptscheinwerfer, die aber nach wie vor nur mit Halogenfunzeln bestückt sind, was nicht so ganz zur sonst recht angenehmen Ausstattung passen mag. Die Heckleuchten tragen nun ein auffälligeres Innenleben, jedenfalls die LED-Varianten. Ob diese künftig Standard oder weiterhin nur den höheren Ausstattungslinien vorbehalten sind, ist noch nicht bekannt.

Der i10 N-Line mit der 100-PS-Topmotorisierung bleibt in der Frontansicht gegenüber dem aktuellen Modell unverändert, erhält lediglich neu gestylte 16-Zoll-Räder. Auch die 15-Zöller der regulären Versionen sind neu gezeichnet. Zwei neue "Perlglanz"-Lackierungen "Lumen Grey" und "Meta Blue" runden die Exterieur-Neuerungen bei allen i10 ab.

Im Innenraum fällt das Auge auf ein digitales Kombiinstrument, zu dem Hyundai ebenfalls noch keine Details mitgeteilt hat. Dass es optional sein wird, ergibt sich aus der Tatsache, dass das Fahrerdisplay von 3,5 auf 4,2 Zoll wächst. Angekündigt sind außerdem eine blaue Fußraumbeleuchtung, USB-C-Anschlüsse vorn und hinten, der automatische Notruf eCall der 2. Generation sowie - Besonderheit für diese Klasse - Over-The-Air-Kartenupdates.

Ein Upgrade erfährt der neue Hyundai i10 auch hinsichtlich der Assistenzsysteme. So kommt zur Fußgänger- nun auch eine Radfahrererkennung hinzu, der Spurhalteassistent wird aktiv, und neu ist der Insassenalarm, wenn man das Fahrzeug verlässt, abschließt und versehentlich Mensch oder Tier im Innenraum zurücklässt.

Gebaut wird der i10 in der Türkei, die Markteinführung in Deutschland ist für April geplant, und die Auslieferungen sollen in der zweite Jahreshälfte beginnen. Preise liegen noch nicht vor, aber dass sie zumindest moderat steigen werden, liegt auf der Hand. Aktuell reicht die Spanne von 14.785 bis 21.365 Euro. Ein ordentlich ausgestatteter i10 ohne "N-line" mit 84 PS kostet ab 20.150 Euro.
text  Hanno S. Ritter
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