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Vorpremiere für "Lifestyle-Kombi"
Dacia Striker: Der schönere Bigster
Dacia
wird noch 2026 zu den Händelern kommen
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Dacia beschreibt den Striker als Lifestyle-Kombi, was nicht so recht zur Marken-DNA zu passen scheint. Gleichzeitig betont wird aber auch sein "pragmatisch-technischer Ansatz", der auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Kundschaft beim Alltagseinsatz des Fahrzeugs ausgerichtet sei. Der Striker soll neben dem Bigster dafür sorgen, dass sich die Marke stärker im Kompaktsegment bewegt – hier soll künftig ein Drittel statt bisher ein Fünftel des Geschäfts gemacht werden.
Mit 4,52 Metern Länge ist der Striker denn auch ein klassischer Kompakter, wenn auch etwas kürzer als seine wichtigsten Konkurrenten, die der VW Golf Variant und vor allem der Škoda Octavia Combi darstellen.
In Sachen Design geht Dacia mit einer bulligen, SUV-inspirierten Umsetzung allerdings einen anderen Weg als die Platzhirsche. Auffällig sind die stets schwarzen Radhäuser, die erhöhte Bodenfreiheit und die ungewohnt ausgeführte Lichtgrafik. Sowohl die Scheinwerfer als auch die Rückleuchten zeigen horizontale wie auch vertikale Elemente. Ungewohnt ist das freilich nur im Hinblick auf Dacia, denn das Design erinnert ebenso wie das der C-Säule an Kia.
Insgesamt ist der Striker optisch recht nah am Bigster, diesem aber unserer Meinung nach voraus. Durch runde statt eckige Radhäuser, vernünftige Türgriffe hinten, eine dezentere Dachreling, den nicht vorhandenen Schriftzug auf der C-Säule und schickere Rückleuchten wirkt der Striker eine ganze Ecke ruhiger und stimmiger im Auftritt.
Weitere Daten oder Details will Dacia nach der heutigen "Vorpremiere" erst im Juni veröffentlichen. Dass sich die Ausstattung und die Motorisierungen – Benziner und LPG mit max. 140 PS und Allradantrieb optional – am Bigster orientieren werden, liegt auf der Hand. Dies gilt auch für die Preise, wobei der Striker hier wohl noch etwas höher liegen dürfte: Unter 25.000 Euro soll es losgehen, heißt es – das wären nur noch 5.000 Euro unter Octavia-Niveau.
Dacia-Roadmap bis 2030
Mit dem seit Jahren europaweit beliebtesten Modell bei Privatkunden und inzwischen über zehn Millionen verkauften Fahrzeugen
gehört Dacia längst zum Establishment. Vieles hat die rumänische Renault-Tochter, 2004
mit dem "5.000-Euro-Auto" gestartet, über die Jahre richtig gemacht in Sachen Marketing und vor allem bei den Autos selbst.
Die nun vorgestellte Roadmap für 2030 enthält neben dem Striker eine stärkere Elektrifizierung der Modellpalette durch mehr Hybrid-Modelle und vor allem durch vier neue reine Stromer. Dazu gehört eine Variante des nächsten Sandero, den es sowohl als Elektro- als auch als Verbrenner-Ausführung geben wird, und ein neues kleines Elektroauto, das noch 2026 erscheinen soll. Was sich dahinter verbirgt, wissen wir auch noch nicht, aber gemeint ist definitiv nicht der Spring.

