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Dienstag, 10. März 2026

Starterbatterie bleibt Pannenursache Nr. 1

ADAC-Pannenhilfe 2025: Alle neun Sekunden ein Einsatz

Wenn in Deutschland ein Auto wegen einer Panne liegen bleibt, wird meist der ADAC gerufen. Das war auch im abgelaufenen Jahr 2025 so – alle neun Sekunden einmal. Die Zahlen sind leicht gestiegen, aber weit entfernt von früheren Werten. Pannenursache Nr. 1 zeigt sich seit Jahren unverändert.

ADAC-Pannenhilfe 2025: Alle neun Sekunden ein Einsatz
ADAC / Stefanie Aumiller
Durchschnittlich alle achteinhalb Sekunden
rückte 2025 ein "Gelber Engel" des ADAC aus
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Exakt 3.691.813 Einsätze absolvierte die ADAC-Pannenhilfe im vergangenen Jahr. Dies entspricht einem Zuwachs um rund 60.000 oder 1,6 Prozent gegenüber 2024. Dies gab der Club am Dienstag in München bekannt. Umgerechnet entspricht dies durchschnittlich mehr als 10.100 Einsätzen pro Tag oder einem Einsatz alle neun Sekunden. Die mit Abstand meisten Hilferufe gehen noch immer per Telefon ein, wenn auch die Zahl per App oder Web gemeldeter Fälle um 16 Prozent auf rund 695.500 anstieg.

Rekordtag war der 29. Dezember mit 18.588 Einsätzen. Für Hochbetrieb sorgte hier die Kombination von viel Reiseverkehr und kalten Temperaturen, dien angezählte Batterien ebensowenig mögen wie Hitze. Starterbatterien waren wie in den Vorjahren wieder die Pannenursache Nummer 1, und das sogar mit nochmals leicht steigender Tendenz. Über 45 Prozent der Anforderungen gingen auf ihr Konto, bei Elektroautos sogar rund die Hälfte. Anders formuliert: Wer sich regelmäßig um die Starterbatterie kümmert, verringert das Risiko eines Liegenbleibens stark.

Auf Platz 2 der Pannenursachen sind mit 21,8 Prozent Gesamtanteil Probleme mit Motor, Motormanagement und Hochvolt-System zusammengefasst, gefolgt vom Bereich Anlasser, Generator, Bordnetz und Beleuchtung (10,4 Prozent) vor Reifenpannen auf Rang 3. In 6,7 Prozent der Hilferufe konnten Autofahrer ihr Fahrzeug nicht öffnen oder starten wegen eines verlorenen Schlüssels, eines defekten Schlosses oder einer übermotivierten Wegfahrsperre.

Mit der steigenden Fahrzeuganzahl und dem zunehmenden Lebensalter der Elektroautos auf den Straßen steigt auch die Zahl der E-Auto-Pannen: 50.445 Einsätze gingen auf das Konto der reinen Stromer, ein Plus von rund 15 Prozent im Vergleich zu 2024 (43.678). Ähnlich stark stiegen die Zahlen bei Plug-in-Modellen.

Über die Größe der Pannenhilfe-Einheit machte der ADAC dieses Mal keine Angaben. Im Vorjahr setzte sie sich aus rund 1.700 Helfern der "Straßenwacht" und 550 Partnerunternehmen mit 5.000 Fahrzeugen zusammen. Die Statistik gibt keinen Ausschluss über die tatsächliche Zahl an Pannen in Deutschland, weil auch andere Auto-Clubs und Dienstleister und einige Hersteller Pannenhilfe durchführen.

"Die Gelben Engel sind gefragter denn je", hieß es bei der Vorstellung der Zahlen. Dies ist aber nicht zutreffend, denn in früheren Jahren gab es deutlich mehr Einsätze, wie die Grafik zeigt:

Entwicklung der Einsatzzahlen der ADAC-Straßenwacht:
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