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Beleuchtung auf der A555 Köln-Bonn wird aus Kostengründen endgültig abgebaut
Die Lichter auf der Diplomatenrennbahn bleiben aus
Außerdem seien die Leuchten veraltet gewesen und hätten ohnehin ausgetauscht werden müssen, hieß es weiter. Eine Neuinstallation hätte schätzungsweise eine Million Euro gekostet. Den Abbau veranschlagt die Behörde mit voraussichtlich 300.000 Euro.
Ein Sicherheitsrisiko, wenn das Licht ausbleibt, besteht nicht. Das hätten gemeinsame Untersuchungen mit Polizei und Bezirksregierung bis Mai dieses Jahres ergeben. Bei fünf Unfällen in diesem Zeitraum auf dem betroffenen acht Kilometer langen Teilstück habe kein Zusammenhang mit der fehlenden Beleuchtung bestanden.
Die 20 Kilometer lange Autobahn A555 zwischen Köln und Bonn gilt als erste Autobahn Europas. Am 6. August 1932 wurde die Straße als "kreuzungsfreie Kraftwagenstraße" vom damaligen Kölner Oberbürgermeister und späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer für den Verkehr geöffnet. Den Spitznamen "Diplomatenrennbahn" trägt die Strecke aufgrund der Legende, dass ausländische Diplomaten und Staatsbesucher bei ihren Aufenthalten in Bonn gerne einmal mit ihren Dienstwagen den Weg nach Köln und zurück mit Höchstgeschwindigkeit zurücklegten. Während 1938 weniger als 5.000 Fahrzeuge täglich auf der Straße gezählt wurden, sind es heute im Schnitt 82.000 täglich, an Werktagen bis zu 90.000.











