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Kaufpreise steigen nur moderat - auf Kosten eines höheren Wertverlusts
Studie: Ein Drittel höhere Autokosten in 12 Jahren
Zu diesem Ergebnis kommt die vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der FH Nürtingen-Geislingen im Auftrag der Dekra erstellte Studie "Cost-of-Ownership". Setzen sich die aktuellen Trends fort, könnte demnach der Anteil der Autokosten am monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von heute durchschnittlich 661 Euro (20,4 Prozent) auf 864 Euro (22,8 Prozent) im Jahr 2015 steigen.
Detailliert wird in der 60 Seiten umfassenden Studie der Kostenanstieg dokumentiert: Demnach sind Wartungs- und Reparaturarbeiten jährlich um 2,1 Prozent, Kraftstoffpreise um 4,7 Prozent und die Kfz-Steuern sogar um 6,5 Prozent gestiegen. Noch mehr zur Kasse gebeten wird, wer sein Auto auf Pump kauft. Die Finanzierungskosten stiegen von 2005 bis 2007 von 1.000 Euro auf 1.400 Euro, ein Plus von 40 Prozent. Die Fahrzeugpreise selbst blieben mit einem Plus von rund einem Prozent jährlich unter dem allgemeinen Verbraucherindex von 1,5 Prozent pro Jahr.
Das meiste Geld aber wird durch den Wertverlust verbrannt - jeder zweite Euro versickert hier, Tendenz steigend. So ist der Restwert eines zwei Jahre alten Fahrzeuges im Schnitt von etwa 70 Prozent im Jahr 2000 auf derzeit knapp 64 Prozent gesunken. Ursachen hierfür sind u.a. die zunehmenden Rabatte auf die Neufahrzeuge - womit unklar bleibt, ob Autofahrer hierdurch insgesamt profitieren oder nicht.
Hoch im Kurs steht das Thema bei Autokäufern sowieso nicht: Laut einer IFA-Online-Befragung von 1.071 Privatkunden im Juni 2008 waren die Kraftstoffkosten das wichtigste Kriterium für die Kaufentscheidung von Neuwagen-Käufern. 74 Prozent der Befragten bezeichneten diese als "sehr wichtig". Es folgen Reparaturkosten (70 Prozent), Versicherungskosten (69 Prozent) und erst danach der Wertverlust mit 63 Prozent.











