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Schwedischer Hersteller verweist auf bestandene Test beim TÜV
Thule wehrt sich gegen schlechte Dachboxen-Testergebnisse
Dabei wurde ebenfalls eine Geschwindigkeit von 30 km/h angesetzt, die Boxen aber zusätzlich und im Gegensatz zum ADAC mit etwa 25 Prozent überladen. Getestet wurden die Produkte Thule "Atlantis 780" ("Power-Grip"-Befestigungssystem, 95 kg Testzuladung statt normal 75 kg) und Thule "Ocean 500" ("Easy-Snap"-Befestigungssystem, 65 statt normal 50 kg Zuladung).
Beide Boxen bestanden diesen auf einem Prüfschlitten durchgeführten Test, was der TÜV bestätigt hat. Zwar gab es auch hier Mängel im Detail wie abgerissene Befestigungsgurte und Verschlusshaken, und selbst ein Paar Skier ragte bei der "Atlantis" nach dem Test aus der Box. Die Befestigung am Auto hielt den Belastungen jedoch jeweils stand.
Vor diesem Hintergrund bezeichnete es Thule als nicht nachvollziehbar, dass eine regulär nach Montageanleitung montierte Dachbox bei einem Crash-Test, der sich an die DIN 75302 und ISO 11154 anlehnt, versagen kann. Bei bisher 60.000 verkauften Boxen sei es nicht zu Beanstandungen gekommen; man garantiere die Sicherheit des Produkts, hieß es pauschal.
Nun drängt der schwedische Hersteller darauf, die vom ADAC getesteten Dachboxen begutachten zu können und einen genauen Einblick in die angewandten Testverfahren zu erhalten. Da dies bisher nicht erfolgt ist, vertritt Thule die Meinung, dass bei dem Test Ungereimtheiten aufgetreten sind und daher die ordnungsgemäße Durchführung anzuzweifeln ist.
Der ADAC hatte am Mittwoch Testergebnisse veröffentlicht, wonach sich die Atlantis-Box von Thule beim Crashtest vom Dach gelöst hat. Auf den weiteren, freilich sehr viel schwächeren Kritikpunkt der nicht regendichten Ausführung reagierte Thule nicht.











