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Produktion der 6,08 Meter langen Luxuslimousine beginnt Ende 2005
Rolls-Royce: Der Phantom kommt als Langversion
Die zusätzliche Länge beträgt 25 Zentimeter, die hinter der B-Säule eingefügt werden und damit voll den Passagieren im Fond zugute kommen. Rolls-Royce hatte bei der Entwicklung des Phantom diese Variante von Anfang an mit eingeplant. Auch deswegen wurde als Basis eine Aluminium-Spaceframe-Konstruktion gewählt, die solche Modifikationen mit relativ geringem Aufwand ermöglicht: Die entsprechenden Karosserieteile werden einfach in einer längeren Version eingebaut, während bei konventionellen Langversionen oftmals das Auto quasi auseinandergeschnitten wird und anschließend neue Teile eingeschweißt werden.
Im Falle des Phantom werden abgesehen von der Grundstruktur ansonsten nur die Aluteile von Dach und hinteren Türen gegen längere Versionen getauscht. Im Ergebnis verspricht Rolls-Royce eine gleichbleibende Steifigkeit der Karosserie - und gleichzeitig die größte Spaceframe-Konstruktion der Welt.
Als neue Länge ergibt sich ein Wert von gut 6,08 Metern, womit der lange Phantom immer noch kürzer ist als der lange Maybach (6,17 Meter), während es sich bei den Standardversionen genau umgekehrt verhält (Phantom: 5,83 Meter, Maybach: 5,73 Meter).
Die neue Version wird zusammen mit den "kurzen" Phantom im Werk Goodwood ab Ende 2005 weitgehend von Hand gebaut. Die Premiere feiert der "extended wheelbase motor car" am 1. März auf dem Genfer Salon. Er wird individuell nach speziellen Kundenwünschen gebaut - vornehmlich für den Mittleren Osten und die asiatischen Märkte, wo die Nachfrage am größten ist. Bestellt werden kann schon jetzt - zu Preisen von 385.000 US-Dollar bzw. 48 Millionen Yen in Japan, besondere Ausstattungswünsche, wie sie fast alle Kunden haben, nicht eingerechnet. Die normale Variante kostet 328.750 US-Dollar zuzüglich lokaler Steuern.
Im November 2004 hatte Rolls-Royce den Bau des vor einem Jahr in Genf als Studie "100EX" vorgestellten Cabriolets bestätigt. Dessen Produktion soll jedoch erst 2007 beginnen. Knapp 800 Exemplare des Phantom fanden 2004 einen Käufer, mehr als die Hälfte davon in den USA.












