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Langfristige Beschäftigungssicherung gegen Nullrunden
Volkswagen: Tarifverhandlungen gütlich beendet
Außerdem wurden für 2006 die Einführung eines Bonusplans beschlossen, der sich am VW-Unternehmensergebnis orientiert. Ab dem 1. Januar 2005 gilt für neu eingestellte Arbeitnehmer ein neues Vergütungssystem, das im Detail noch erarbeitet werden muss, aber eine Absenkung des Lohns zur Folge hat — wie hoch, blieb zunächst unklar. VW spricht vom Niveau des Metall-Tarifvertrages, während die IG-Metall das Niveau etwas höher darstellt.
Hinsichtlich der Auszubildenden werden diese künftig nicht mehr wie bisher zu 100 Prozent übernommen, sondern zu 85 Prozent. Der Rest wird von der VW-Tochter AutoVision übernommen. Dies betrifft nicht die heutigen, sondern alle zukünftigen Auszubildenden. Darüber hinaus schafft VW jährlich 185 zusätzliche Ausbildungsplätze bei der AutoVision. Zugleich wird im Gegenzug die Ausbildungsvergütung gesenkt.
VW hatte in den Verhandlungen das Ziel verfolgt, die Arbeitskosten bis zum Jahr 2011 real um 30 Prozent zu senken, entsprechend zwei Milliarden Euro. Mit dem jetzt vereinbarten Kompromiss ist den Angaben zufolge die Hälfte dieser Summe erreicht.
Nach Abschluss der Verhandlungen zeigten sich alle Beteiligten zufrieden. VW-Verhandlungsführer Dr. Josef-Fidelis Senn sagte, unter dem Titel "Zukunfts-Tarifvertrag" sei gemeinsam mit der IG Metall ein innovatives Konzept zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte beschlossen worden. Seitens der Gewerkschaft hieß es, erstmals würden mit einem Tarifvertrag nachhaltig 103.000 Arbeitsplätze für die Zukunft abgesichert. Weil künftig konkrete Produkte einzelnen Standorten zugeordnet würden, werde etwa der geplante kleine Geländewagen ("A-SUV") ab 2007 in Wolfsburg produziert werden. Das Verhandlungsergebnis sei nur durch den Druck der Mitarbeiter in den Warnstreiks und Aktionen der letzten Zeit möglich gewesen.
Klaus Volkert, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG und Mitglied der Verhandlungskommission, betonte, dass man durch die Arbeitsplatzsicherung nicht nur den Beschäftigten und ihren Familien, sondern auch den Regionen der Standorte und dem Industriestandort Deutschland eine Perspektive für die Zukunft gegeben habe.











