archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Mitgliedsstaaten konnten rechtzeitige Einführung nicht umsetzen
EU: Heimtierausweis-Pflicht bis Oktober ausgesetzt
Vor allem die Verteilung der neuen Ausweise an die Tierärzte erwies sich den Angaben zufolge als problematisch. Um Störungen des Reiseverkehrs in der Sommersaison zu vermeiden, hat die Europäische Kommission nun eine flexible Übergangslösung beschlossen: Bis 1. Oktober 2004 bleiben die bisher geltenden einzelstaatlichen Bestimmungen bestehen.
David Byrne, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, erklärte dazu: "Ich bedaure, dass die meisten Mitgliedstaaten ihre Zusage, die neue Regelung bis 3. Juni 2004 einzuführen, nicht einlösen können. Angesichts der derzeitigen Lage bin ich aber erfreut, dass wir eine einstweilige Lösung gefunden haben, damit die europäischen Bürger in diesem Sommer ihre Heimtiere mit in den Urlaub nehmen können. Schließlich sollten die Besitzer nicht darunter leiden, dass die nationalen Behörden die gemeinsam vereinbarten Rechtsvorschriften nicht rechtzeitig umsetzen."
Während die neue Regelung am 3. Juli in Kraft tritt, ermöglicht der heutige Beschluss auch die parallele Anwendung der bisherigen Regelung bis zu ihrem Auslaufen am 1. Oktober. Nach der neuen, vereinfachten Richtlinie ist die einzige Bedingung für die Mitnahme von Katzen, Hunden und Frettchen zwischen den EU-Mitgliedstaaten eine gültige Tollwutimpfung. Die Besitzer brauchen sich nur an ihren Tierarzt zu wenden, damit dieser ihr Heimtier impft und den Ausweis mit den Angaben zur Impfung aktualisiert. Tierhalter die nach Irland, Schweden und Großbritannien reisen, sollten sich aber rechtzeitig mit den dort geltenden zusätzlichen Vorschriften vertraut machen.
Weitere Informationen erhalten Betroffene unter dem nachfolgenden Link.











