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ADAC: Pläne kommen "Enteignung des Steuerzahlers" gleich
Wirtschaftsminister Clement will Autobahnen privatisieren
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| BMWA | |
| Wolfgang Clement | |
Ein Vorschlag, der mutmaßlich viel Kritik hervorrufen wird. In einer ersten Stellungnahme bezeichnete etwa der ADAC das Konzept als "Volkswirtschaftlich und verkehrspolitisch unsinnig". Ein solches Vorhaben käme, so Dr. Erhard Oehm, Vizepräsident für Verkehr, einer Enteignung des Steuerzahlers gleich. Die deutschen Autobahnen seien durch den Steuerzahler, insbesondere die Autofahrer, bereits mehrfach finanziert. Dr. Oehm sprach Clement in diesem Zusammenhang die Kompetenz ab; der Minister solle sich um die "daniederliegende Wirtschaft kümmern" und nicht um die Straßen. Auch der Verweis auf andere europäische Staaten sei in diesem Zusammenhang fehl am Platz. "In diesen Ländern wurden die Autobahnen von privaten Betreibern gebaut, bezahlt und werden folgerichtig auch von diesen unterhalten."
Der ADAC sieht in den Plänen auch den Versuch, die Einnahmeausfälle aus der Lkw-Maut anderweitig zu kompensieren. Das dürfe aber keinesfalls auf dem Rücken der Autofahrer geschehen. Bereits heute bezahlen diese in Deutschland jährlich ca. 51 Milliarden Euro an spezifischen Abgaben an den Fiskus. Von dieser Summe würden nur 16 Milliarden für Bau und Unterhalt unseres Straßennetzes verwendet, so der Automobilclub.












