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BMW-Werke u.a. in München und Regensburg betroffen / Kurzarbeit beantragt
Streiks: BMW droht mit geringerem Engagement in Ostdeutschland
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Das Unternehmensziel sei gewesen, in den neuen Bundesländern so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schaffen. Diese Absicht, so Baumann, werde man "unter den gegebenen Voraussetzungen nochmals überprüfen müssen".
Nach Informationen der Münchner Branchenzeitung "Automobilwoche" sehe ein Szenario des bayrischen Autokonzerns vor, künftig gleiche Teile von Lieferanten aus verschiedenen Bundesländern zu beziehen, "vorzugsweise aus dem Westen". Es werde zudem überlegt, die Zahl der ostdeutschen Zulieferer für das neue Werk in Leipzig zu reduzieren.
Hintergrund: Durch den Streik in der Metall- und Elektroindustrie im Tarifgebiet Ost-Berlin / Brandenburg wird es mit Beginn der Frühschicht vom 23. Juni in den BMW-Werken München und Regensburg zu einer Produktionsunterbrechung auf unbestimmte Zeit kommen. Dies betrifft die Fertigung von Fahrzeugen der 3er-Reihe, für die keine Getriebe des Zulieferers ZF aus dessen Betrieb in Brandenburg mehr verfügbar sind. Wie das Unternehmen mitteilte, werden auch das Werk Dingolfing, die Komponentenfertigung in Landshut sowie die Motorenproduktion in Steyr betroffen sein - insgesamt mehrere Tausend - laut "Automobilwoche" weit mehr als Zehntausend - Mitarbeiter. BMW wird Kurzarbeit beantragen.
Im Werk München werden täglich 800 Fahrzeuge der BMW 3er-Reihe, Limousine und Compact, produziert. In Regensburg laufen die Kombi-, Coupé- und Cabrio-Varianten der Baureihe vom Band, etwa 850 Stück am Tag.












