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Update für Stoßfänger, Infotainment, Leuchten, Assistenten und Benziner
VW: Facelift für den Golf Sportsvan
Ähnlich wie der "normale" Golf erhält auch der Sportsvan, den man angesichts seiner Unsportlichkeit eigentlich stets in Anführungszeichen schreiben müsste, neu gestaltete Stoßfänger, Fake-Endrohrblenden am Heck und Rückleuchten mit Voll-LED-Technik. Wie der Variant muss aber auch der Van auf das dynamische Blinklicht verzichten. Anstelle der Bi-Xenon-Scheinwerfer leuchten künftig optional LED-Einheiten. Wer mit Halogenlicht vorlieb nimmt, bekommt aber immer LED-Tagfahrlicht. Facelift-typisch gibt es außerdem fünf neue Leichtmetallfelgen (16 bis 18 Zoll), neue Außenfarben wie "Cranberry Red" (Fotostrecke) sowie im Interieur frische Dekore, Stoffe und Ledersitze.
Mit der Modellpflege erhält auch der Golf Sportsvan als einer der letzten Modelle die aktuellen Infotainmentsysteme des "MIB 3" mit glasüberspannten, helleren und größeren Touchscreens. Das Topsystem "Discover Pro" ist 9,2 Zoll groß und bietet eine rudimentäre Gestensteuerung.
Neu im Optionsprogramm ist das Dienste-Paket "Security & Service". Zu den Highlights gehören hier Services wie die automatische Unfallmeldung, der Pannenruf oder die Service-Terminplanung. Ebenfalls erstmals bestellbar im Sportsvan werden die Fußgängererkennung (Bestandteil von "Front Assist" inklusive City-Notbremsfunktion) und der Stauassistent (teilautomatisiertes Stop-and-Go-Fahren bis 60 km/h) sein, außerdem der Emergency-Assist, die neuesten Generationen des Parkassistenten und des Proaktiven Insassenschutzsystems sowie der Trailer Assist.
Während antriebsseitig die beiden Diesel mit 115 und 150 PS unverändert fortgeführt werden, wird der 1,4 TSI zugunsten des neuen 1,5 TSI (130 und 150 PS) mit Zylinderabschaltung ausgemustert. Als Basis fungiert künftig der Dreizylinder-TSI mit 1,0 Litern Hubraum anstelle des 1,2 TSI (R4). Preise und Daten liegen noch nicht vor, auch den Bestellstart gibt VW aktuell nur vage mit "Herbst" an.
Unterdessen mehren sich Hinweise, wonach VW den Sportsvan in der kommenden Generation möglicherweise nicht mehr anbietet. Angesichts der nachlassenden Käufergunst bei Vans sind künftig sechs solcher Modelle (Golf Sportsvan, Touran, Sharan/Alhambra, Caddy, T6 und der offiziell angekündigte Elektro-Microbus "I.D. Buzz") zu viel. Sollte der Sportsvan tatsächlich entfallen und der neue T-Roc gut ankommen, dürfte der Golf-Absatz in den nächsten Jahren deutlich einbrechen. Auch vor diesem Hintergrund denkbar und letztlich noch wahrscheinlicher ist aber ein Aus für den Sharan zugunsten des gerade bei älteren Kunden beliebten Sportsvan, der der verkaufsstarken Mercedes B-Klasse Paroli bietet. Touran, Caddy und T6 sind erfolgreich.












