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Hersteller wollen Kundenbindung an eigene Vertragswerkstätten stark erhöhen
Automobilhersteller schneiden freie Werkstätten vom Reparaturgeschäft ab
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Neun von zehn Autoherstellern setzen auf die Technisierung, um Neuwagenkunden an die eigenen Werkstätten zu binden. Beispiele: Das eingebaute Telematik- beziehungsweise Navigationssystem sendet im Falle eines Unfalles einen Notruf, der bei einer Vertragswerkstatt landet, die dann umgehend Hilfe organisiert. Oder der Neuwagen ist bereits technisch so ausgerüstet, dass nur die Vertragswerkstatt ihn warten kann. Weitere Tendenz: In Zukunft werden dem Kunden auch weitere Leistungen angeboten, um ihn in seiner Werkstattwahl zu beeinflussen: Die Autohersteller nennen zum Beispiel erweiterte Garantieleistungen (80 Prozent), All-inclusive-Leasingpakete (70 Prozent) oder die vertragliche Bindung an eigene Werkstätten in herstellereigenen Kfz-Policen (50 Prozent).
Zwei von drei Pkw-Besitzern (67 Prozent) bevorzugen schon jetzt für die Wartung die Vertragswerkstatt, bei Unfällen sind es 62 Prozent. Ein weiteres Zehntel greift zur Selbst- oder Bekanntenhilfe und nur etwa jeder Vierte fährt zu den freien Werkstätten. Das freie Werkstattgewerbe muss mit älteren Fahrzeugen vorlieb nehmen: Von den vor acht oder mehr Jahren gebauten Pkws kommen immerhin nahezu 40 Prozent zu freien Werkstätten. Auch die Selbst- oder Bekanntenhilfe spielt bei Altfahrzeugen eine immer größere Rolle: Ab dem achten Betriebsjahr wird jeder vierte Wagen privat repariert. Bei jüngeren Fahrzeugen halten die Vertragswerkstätten der Autohersteller unangefochten die größten Marktanteile. Neuwagen werden sogar zu mehr als 90 Prozent bei ihnen gewartet und repariert.












